Vom Roten Fluss bis zum Mekong

Überblick

 

1.-5. Tag: Anreise; Hanoi und Bucht von Halong
6.-8. Tag: wo Minderheiten die Mehrheit sind
9.-13. Tag: Zentral-Vietnam
14.-18. Tag: Ho Chi Minh (Saigon) und der Süden; Rückreise

 

 

 

 

 

 



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Unterkunft in Hanoi (2 Übernachtungen) und in der Halong-Bucht (1 Übernachtung auf einer Dschunke)

1. Tag:Individuelle Fahrt zum Flughafen Frankfurt (Rail&Fly, sofern gebucht). Treffpunkt vor dem Check In-Schalter der Thai Airways. Am frühen Nachmittag (gegen 14-15 Uhr) Flug mit Thai Airways nach Bangkok.

2. Tag: In den frühen Morgenstunden Ankunft in Bangkok und Anschlussflug mit Thai Airways nach Hanoi (Ankunft gegen 9-10 Uhr). Transfer zum Hotel in Hanoi. Nachmittags erste Erkundungen in der vietnamesischen Hauptstadt mit Rickscha-Fahrt durch die engen Altstadtgassen und Besuch des Dong Xuan Marktes.

Das Gebiet des heutigen Vietnams gehörte über viele Jahrhunderte zu drei verschiedenen Kulturkreisen: der Kernraum der Vietnamesen ist das Delta des Roten Flusses im Norden, wo 196 vor unserer Zeitrechnung Nam Viet als Vasallenstaat Chinas entstand. Nach der Loslösung von der chinesischen Herrschaft ging im Jahr 939 hieraus das unabhängige Dai Cô Viet hervor. Der Süden (Cochin), mit Saigon und dem Mekong-Delta, gehörte bis zu Beginn der Neuzeit zum Reich der Khmer / Kambodscha und konnte erst Mitte des 18. Jahrhunderts durch die Vietnamesen erobert werden. Die Khmer und Mon stellen bis heute die stärksten Minderheiten in dieser Region. In der Mitte des heutigen Vietnams konnte sich seit dem 1. bis ins 16. Jahrhundert hinein das hinduistisch geprägte Reich Champa, mit My Son als religiöses und kulturelles Zentrum, behaupten. 1757 hatte Vietnam nahezu seine heutigen Grenzen erreicht - lediglich der Nordwesten, das Gebiet westlich des Fansipans, gehörte noch zu Siam, dem heutigen Thailand. Unter den Franzosen wurde 1888 auch diese Region, mit überwiegend Thaibevölkerung, Vietnam angeschlossen.

3. Tag:Ganztägige Stadtexkursion in Hanoi: zu den Höhepunkten zählen dabei - neben dem Literaturtempel - u.a. der Jadeberg-Tempel am See des Zurückgegebenen Schwertes, die Zitadelle, das Wohnhaus von Ho Chi Minh, das Ho Chi Minh Mausoleum (nur Außenbesichtigung) sowie die Ein-Pfahl-Pagode, die Tran Quoc-Pagode und das Ethnologische Museum. Am Abend ist ein Besuch des bekannten Wasserpuppentheaters vorgesehen (seit über 1000 Jahren eine einzigartige, ureigen vietnamesische Darbietung).

Am Eintritt des Roten Flusses in sein fruchtbares Delta liegt Hanoi, mit rd. 3,5 Mio. Einwohnern die Hauptstadt und historisch bedeutendste Stadt Vietnams. In der Region um Hanoi entstanden die alten Legenden über die Herkunft des vietnamesischen Volkes. Hier steht die Wiege der vietnamesischen Nation. Bereits im 3. Jh. lag hier, mit dem Namen Ke-cho, eine erste Hauptstadt. Im Jahr 1010 verlegte die Ly-Dynastie ihre Residenz hierhin - das offizielle Gründungsjahr von Hanoi. Die Vielfalt Hanois beginnt am Hoan Kiem-See im Zentrum der Stadt. Schon in den frühen Morgenstunden beginnt hier das Leben mit Tai-Chi-Übungen. Auf einem Inselchen im See befindet sich der Jadeberg-Tempel aus dem 14. Jh. in Erinnerung an den Sieg über die Mongolen. Die Altstadt besticht durch ihr quirliges Leben, mit Kletterpflanzen bewachsenen Fassaden, Handwerksstätten und Röhrenhäusern (wegen der früheren Praxis, Steuern nach der Größe der Ladenfront zu erheben, oft nur 2 m breit ... aber bis über 60-80 m lang). Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten ist der Literaturtempel (Van Mieu). Das konfuzianische Hauptheiligtum besteht aus einem rd. 300 m langen Gebäudekomplex mit fünf Innenhöfen. Im letzten wurde 1076 die erste vietnamesische Universität gegründet - lange vor der ersten deutschen Universität. Nirgends ist die jüngere Vergangenheit so präsent wie auf dem großzügig angelegten Ba Dinh-Platz. Hier verlas Ho Chi Minh am 2.9.1945 die Unabhängigkeitserklärung, hier befindet sich das nüchterne Mausoleum mit seinem einbalsamierten Leichnam, gegenüber die Nationalversammlung. Nicht weit entfernt sticht die Ein-Pfahl-Pagode als eine der merkwürdigsten Pagoden der Stadt hervor, obgleich die Tran Quoc-Pagode mit ihrem elfstöckigen Pagodenturm das älteste Heiligtum (im 6. Jh. gegründet) ist.

4. Tag:Fahrt von Hanoi durch das Delta des Roten Flusses in die Region östlich von Haiphong/Halong zur Einschiffung (gegen Mittag) auf eine prachtvolle Dschunke, auf der wir zu Mittag sowie zu Abend essen, übernachten und eine Fahrt durch die atemberaubende Karstlandschaft (UNESCO-Welterbe) der Ha Long-Bucht unternehmen.

Im Delta des Roten Flusses, dem Kernland des alten Dai Cô Viet, leben rund 40 % der 82 Mio. Einwohner Vietnams. Hier drängen sich, in einem der am dichtesten besiedelten Regionen der Erde, fast 2000 Menschen pro km² - in krassem Gegensatz zu den äußerst dünn besiedelten Gebirgsregionen des Landes. Haiphong ist mit rund 1,6 Mio. Einwohnern drittgrößte Stadt Vietnams und der wichtigste Hafen im Norden. An einem nördlichen Mündungsarm des Roten Flusses gelegen, erstreckt sich östlich der Stadt, mit der Bucht von Ha Long, eine der malerischsten Karstlandschaften der Erde. Die landschaftliche Pracht der mit üppigem Grün überwucherten, steil aus dem Meer herausragenden Kalkfelsen, an denen wir auf unserer Dschunke über blau-grünem Meer und (hoffentlich) unter blauem Himmel vorbeiziehen, entstand in Millionen von Jahren. Das entlang von Klüften versickernde Wasser, angereichert mit Kohlensäure, löst den Kalk. Aus den Klüften werden tiefe Hohlformen, die bis zum Grundwasser reichen. Mit der Zeit werden die Hohlformen so stark ausgeweitet, dass sie miteinander in Verbindung stehen. Dazwischen bleiben lediglich einzelne Kalkkegel und -türme stehen. Dem Meeresspiegelanstieg nach der letzten Kaltzeit (vor rd. 10.000 Jahren) haben wir es schließlich zu verdanken, dass wir heute eine Landschaft mit rund 2000 steil aus dem Meer herausragenden Inseln durchkreuzen.

5. Tag:Fortsetzung der Dschunkenfahrt durch die Bucht von Ha Long bis ca. 11 Uhr; auf dem Landweg zurück nach Hanoi legen wir einen Stopp zum Besuch der But Thap Pagode ein, bevor unser Bus uns zum Bahnhof von Hanoi bringen wird. Nächtliche Zugfahrt nach Lao Cai in der nördlichsten Region Vietnams.

Unterkunft im Zug (private Schlafkabine, DZ und EZ vorhanden), Hotels in Sa Pa, Nghia Lo und Hanoi (je 1 Übernachtung)

6. Tag:Ankunft in Laò Cai gegen 05:30 Uhr; Frischmachen und Frühstück in einem lokalen Restaurant; anschließend Fahrt nach Sa Pa; nach Einquartierung im Hotel und einer Mittagspause unternehmen wir dort am Nachmittag eine kurze Fahrt zu den Felsgravuren von Hau Thao und im Hau Thao-Tal eine leichte Wanderung (insg. ca. 2 Stunden) in landschaftlich reizvoller Umgebung, bei der wir in kleinen Dörfern Eindrücke vom ländlichen Leben der Hmong und Dao gewinnen. (Abendessen und Übernachtung in Sa Pa)

Während im Süden die Mon und Khmer (insg. rd. 1 Mio. Menschen) und in der Landesmitte die Cham die wichtigsten Minderheiten stellen, sind es im Gebirgsland des Nordens vor allem die Hmong, Dao und verschiedene Thai-Völker, wie die Tay (Tai Tho), Nung, Tai Kao (Weiße Thai), Tai Dam (Schwarze Thai) und Tai Daeng (Rote Thai). Im Grenzgebirge zu China und Laos sind die Vietnamesen in der Minderheit - die genannten Volksgruppen stellen die Mehrheit, wobei mit 1,2 Mio. Menschen die Tay zahlenmäßig am stärksten sind. In ihrer Kleidung, und mit ihren Traditionen und Sprachen, unterscheiden sich alle Minderheiten, die insg. 12 % der Bevölkerung Vietnams ausmachen, nicht nur deutlich von den Vietnamesen, sondern auch untereinander.

7. Tag: Nach dem Check-out im Hotel führt uns die Fahrt durch das Gebirgsland zunächst zum Thac Bac (Silber-Wasserfall, einer der zahlreichen Zwischenhalte) und über den Tram Tom-Pass (Himmelsgatter-Pass, 2047 m), vorbei am Fansipan (3143 m), auf die Westseite der Fansipan-Hoang Lien-Bergkette; entlang der Flanke des Hoang Lien Son-Gebirges durch die schönsten Reisterrassen Vietnams nach Nghia Lo (dort Übernachtung); entlang dieser landschaftlich spannenden Strecke über den Gebirgspass in Mu Cang Chai (1550 m) passieren wir Hmong-, La Ha- und Dzao-Bergdörfer

Der auffällig geradlinige Verlauf des Roten Flusses zeichnet deutlich eine tektonische Naht zwischen zwei kleinen Kontinentblöcken nach. Nordöstlich dieser Linie befindet man sich auf dem Südchina-Block, während man sich südwestlich von ihr auf dem Indochina-Block befindet. Beides sind Bruchstücke des alten Südkontinents Gondwana (mit Afrika, Südamerika, Antarktis, Australien und Indien als dessen größte Bruchstücke), die vor rund 350 Mio. Jahren von Gondwana abbrachen, nach Nordosten drifteten und an den asiatischen Nordkontinent angeschweißt wurden. Die Gebirgsregion um den Fansipan (mit 3143 m höchster Berg Vietnams) hat deshalb, neben der rauen Schönheit der Landschaft, auch geologisch so einiges zu bieten. Sie ist aber auch die kälteste Region des Landes. Besonders im Winter (Dezember bis Februar) ist warme Kleidung notwendig, die man wegen der Temperaturen in Deutschland zu dieser Jahreszeit eh dabei hat. Die warme Jacke, die man zu Hause auf dem Weg zum Flughafen benötigt, ist damit nicht umsonst während der restlichen Reise im Gepäck dabei.

8. Tag:vor der Weiterfahrt erkunden wir den lokalen Markt in Nghia Lo (Muong Lo), der für sein regionales Kunsthandwerk bekannt ist; Muong Lo ist zudem die zweitgrößte Reiskammer des Nordwestens und Hauptort der hier ansässigen Thai, die hier seit mehr als 700 Jahren Nassreis anbauen und ihre traditionellen Holzhäuser aus Bambus und Irokoholz errichten. Auf der Weiterfahrt nach Hanoi (210 km) tangieren wir die fruchtbare Hochebene Moc Chau, wo v.a. Teeanbau und Milchwirtschaft betrieben wird; queren den Siedlungsraum unterschiedlicher Ethnien (Thai Kao, Nung, Hmong, La Ha und Ma) und besuchen das alte Dorf Duong Lam im oberen Deltabereich des Roten Flusses, bevor wir zur Übernachtung nach Hanoi fahren.

Das heute zu Hanoi gehörende Dorf Duoang Lam besteht bereits seit rund 1200 Jahren und wartet mit 956 traditionellen Häusern, von denen viele über 400 Jahre alt sind, auf den Besucher. Zwei vietnamesische Könige, Phung Hung (761-802) und Ngo Quyen (896-944) wurden hier geboren.

Unterkunft in Hoi An (2 Übernachtungen), Hue, Buon Ma Thuot, Da Lat (je 1 Übernachtung)

9. Tag: Linienflug mit Vietnam Airlines von Hanoi zur alten Kaiserstadt Hue (UNESCO-Welterbe). Nach der Besichtigung der Zitadelle und dem Transfer zum Hotel in Hue unternehmen wir am Nachmittag eine Bootsfahrt auf dem Huong Giang (Fluß der Wohlgerüche) zur Thien Mu Pagode (um 1601), eine der ältesten religiösen Stätten in Hue, sowie zum Tu Duc-Kaisergrab (UNESCO-Welterbe; soweit nicht in Restauration).

Hue (280.000 Einwohner) gehörte bis 1306 zu Champa. 1802 wurde Hue unter Kaiser Gia Long zur Hauptstadt und mit dem Bau der mächtigen Zitadelle, einer Stadt in der Stadt, begonnen. Nach dem Vorbild Pekings sollte Hue zur prächtigsten Stadt des Landes werden. Von den einst 300 Gebäuden haben Feuer und Kriege heute lediglich 80 übrig gelassen, von denen viele Ruinen sind. Das majestätische Mittagstor von 1833, die gut erhaltene Halle mit dem Thronsaal, die wieder aufgebaute Bibliothek, oder der Generationentempel lassen die gesamte Pracht erkennen. Die Grabanlagen der Kaiser befinden sich am Huong Giang südlich der Kaiserstadt. Die Ruhestätten sind alle ähnlich angelegt und umfassen, in schönen Parkanlagen, jeweils einen Tempel zur Verehrung von Kaiser und Kaiserin, einen Stelenpavillon und das eigentliche Grabmal.

10. Tag: Vormittags u.a. Besuch des Dongba-Marktes und des Minh Mang-Kaisergrabs; anschließend Fahrt über den Wolkenpass (Hai Van-Pass; Wetterscheide zwischen Nord und Süd; bei gutem Wetter Atem beraubender Blick) und Da Nang (als Haupthafen der US-Marine und bedeutender US-Luftwaffenstützpunkt mehrmals heftig umkämpft) nach Hoi An, der alten Hafenstadt an der Mündung des Song Thu Bon-Flusses

Die überschaubare Altstadt von Hoi An, das heute insgesamt ca. 80.000 Einw. hat, war einst Hafenstadt der Cham. Ab dem 16. Jh. ließen sich hier Chinesen nieder (später auch Japaner, Inder und Niederländer), die Hoi An zu einem wichtigen, internationalen Handelszentrum für Schiffe aus aller Welt machten. Die Japanische Brücke aus dem 16. Jh. wurde im 17. Jh. mit einer Pagode versehen und war die Verbindung zwischen japanischem und chinesischem Viertel. Die Chinesen organisierten sich streng nach ihren Herkunftsregionen und bauten fünf Versammlungshallen, die als jeweiliger Treffpunkt und religiöses Zentrum dienten. Wie an einer Perlenschnur finden sich noch heute die Versammlungshallen der Chinesen aus Kanton, Fujian, Hainan, Trieu Chau / Chaozhou und der chinesischen Vereinigung entlang der alten Hauptstraße.

11. Tag: Ausflug nach My Son, einst religiöses Zentrum des Cham-Reiches (UNESCO-Welterbe, die zum Teil gut erhaltenen Monumente zählen zu den archäologisch wichtigsten Bauwerken Vietnams); mittags Rückfahrt nach Hoi An und ab ca. 13:00 Uhr Besichtigung der Stadt, die über Jahrhunderte eine der blühendsten Hafenstädte Vietnams war; durch die engen Gassen der Altstadt (UNESCO-Welterbe) geht es dabei u.a. zum Tan Ky-Kaufmannshaus, in ein chinesisches Versammlungshaus, zur japanischen Brücke und zur Phuoc Lam Pagode (17. Jh.)

My Son: im 4. Jahrhundert ließ König Bhadravarman in einem Talkessel ein erstes Heiligtum für den hinduistischen Gott Shiva errichten. Die ursprünglich aus Holz errichteten Gebäude wurden im 7. Jh. durch Ziegelbauten ersetzt, die Anlage bis ins 14. Jh. stetig erweitert. Archäologen nehmen an, daß die über Jahrhunderte entstandene Tempelstadt von den Cham als Reich der Götter und Gottkönige errichtet wurde. Die zahlreichen Tempeltürme symbolisieren dabei den Berg Mehru, im hinduistischen Glauben der Sitz der Götter. Vom damaligen Glanz der Hochkultur geben die, nach dem Verfall des Reiches vom Wald überwucherten Ruinen bis heute imposantes Zeugnis: sämtliche Bauten wurden ohne Mörtel aufgeschichtet.

12. Tag:Transfer nach Da Nang und Linienflug (12:50-14:05, Flug VN 1021 mit Vietnam Airlines) nach Buon Ma Thuot; am Nachmittag Ausflug zu den Dray Sap- Dray Nur- oder Gia Long-Wasserfällen, die nur ca. 15 km von Buon Ma Thuot in einem Urwaldgebiet liegen und als die größten Vietnams gelten. Je nach Jahreszeit fällt das Wasser auf einer Breite von mehr als 100 m in die Tiefe. Übernachtung in Buon Me Thuot.

13. Tag: Vormittags Fahrt durch die malerische Landschaft bei Buon Ma Thuot nach Lien Son am Lak-See. Das Gewässer ist umgeben von Reisfeldern, erloschenen Vulkanen und Langhaus-Dörfer der Mnong. Anschließend geht die Fahrt durch das Hochland von Da Lat zur gleichnamigen Stadt, wo wir einen Ausflug zum Lang Bian (Berg) unternehmen.

Da Lat war wegen seines milden Klimas bei den französischen Kolonialherren einst sehr beliebt. In rund 1500 m Höhe gelegen, wird auch die Vegetation vom Klima bestimmt, sodass die Wälder mit überwiegend Nadelhölzern an Europa erinnern. Heute ist Da Lat deswegen vor allem ein beliebtes Ziel für den Binnentourismus. Neben Tee und Kaffee gedeihen hier auch außertropische Früchte und Blumen (u.a. Rosen), die heute für den Export angebaut werden. Da Lat ist Zentrum der heute überwiegend christlichen Kohor (Kmer-Volk), von denen die Lat eine Untergruppe darstellen. Zum Lang Bian, mit 2167 m höchster Berg der Region, führt bis zum Gipfel eine 5 km lange Straße, welche bei gutem Wetter mit einer herrlichen Aussicht auf Wälder und Seen aufwartet.

Unterkunft in Saigon (2 Übernachtungen) und Can Tho (1 Übernachtung)

14. Tag:Heute ist die Fahrt gleichzeitig Programm. Wegen der langen Strecke (weniger wegen der Kilometerzahl, sondern den Straßenverhältnissen geschuldet) fahren wir heute bereits um 07:00 Uhr ab. Die Busfahrt führt über die einzelnen Höhenstufen des südlichen Hochlandes bis nach Saigon, sodass auf mehreren Zwischenhalten Kaffee-, Tee-, Pfeffer- und Kautschukplantagen näher betrachtet werden können. Am späteren Nachmittag ggf. erste Erkundungen in Saigon (Übernachtung in Saigon).

15. Tag:Ho Chi Minh City / Saigon - Stadtgeographie der vielfältigen Metropole und einstigen Hauptstadt Südvietnams; bei der ganztägigen Stadtbesichtigung besuchen wir u.a. die Kathedrale Notre Dame (um 1880, neoromanischer Backsteinbau), das Stadttheater (1899 als Opernhaus eingeweiht, bis 1975 Sitz der südvietnamesischen Nationalversammlung, seit 1976 Stadttheater), das Postamt (1886-1891, imposante Deckenkonstruktion), das Rathaus (1901-1908, Musterbeispiel französischer Kolonialarchitektur; heute Sitz des Volkskomitees) sowie den Tempel der Meeresgöttin Thien Hau (gilt als schönster taoistischer Tempel Saigons und ist ein typisches Beispiel südchinesischer Architektur); da der äußerste Süden des Landes stark durch chinesische Bevölkerung geprägt wurde, darf anschließend ein Rundgang (mit Rikscha-Fahrt) durch China Town (Cholon) ebenso wenig fehlen, wie ein Bummel über den typisch südostasiatischen Binh Tay-Markt, wo den Besucher an jeder Ecke andere Düfte in ihren Bann ziehen und die Neugierde auf mehr wecken; im Nordosten der Innenstadt befindet sich die buddhistisch-taoistische Prunkpagode des Jadekaisers (Phuoc Hai Tu-Tempel)

Der besondere Reiz von Saigon (Ho Chi Minh-Stadt) liegt in seinen sehr unterschiedlichen Stadtvierteln, die zur heutigen Metropole des Südens (rd. 3,5 Mio. Einwohner) zusammengewachsen sind. Die drei ursprünglichen Stadtkerne haben bis heute ihren jeweiligen Charme bewahrt: besticht das ehemals französische Zentrum (das eigentliche Saigon) mit typischen Bauwerken im Kolonialstil, zeigen das benachbarte Chinesenviertel (Cholon) und die vietnamesische Siedlung (Gia Dinh), angefangen von der Bebauung bis zum Alltagsleben auf der Straße, jeweils die typischen Eigenarten ihrer Bewohner. Überprägt wird die Stadt heute durch spiegelverglaste, modernste Bauten als Zeichen des jüngsten wirtschaftlichen Booms, während zahlreiche Obdachlose, in der Hoffnung auf Arbeit in die Stadt gewanderte Bewohner des ländlichen Umlands, die Schattenseite des Aufschwungs sichtbar werden lassen.

16. Tag:Fahrt nach My Tho in das fruchtbare Mekong-Delta; nach einer Bootsfahrt im Mekong-Delta mit verschiedenen Zwischenhalten (Ziegelsteinherstellung in Handarbeit, Kokospresse, Herstellung von Strohmatten) gemütliches Mittagessen (inklusive) in einem Restaurant inmitten der intensiv durch Landwirtschaft genutzten Flusslandschaft. Neben Flussgarnelen wird im Restaurant auch Elefantenohrfisch serviert. Nach einer Sampan-Fahrt durch enge Kanäle Weiterfahrt mit dem Bus nach Can Tho und Einquartierung im Hotel. Das Abendessen ist heute individuell (nicht im Reisepreis enthalten), sodass jeder die Möglichkeit hat, nach eigenen Plänen den Abend zu gestalten.

Der Mekong, mit über 4.500 km Länge und einem Einzugsgebiet von rd. 810.000 km² (fast 2½ Mal so groß wie Deutschland) größter Fluß Südostasiens, mündet südlich von Saigon in einem 45.000 km² großen Delta (entspricht in etwa der Fläche der Niederlande) ins Südchinesische Meer. Can Tho hat touristisch zwar wenig zu bieten, ist aber, als größte Stadt im Delta, ein lebendiger Ort mit angenehm großstädtischem Flair - und vor allem idealer Ausgangspunkt zum Besuch des Cai Rang-Markts (s. 17. Tag), der keine 10 km vom Stadtzentrum entfernt ist.

17. Tag:am frühen Morgen kurze Fahrt zum schwimmenden Markt von Cai Rang bei Can Tho; danach Fahrt nach Saigon, wo Sie etwas Zeit für weitere, eigene Erkundungen haben werden, und/oder sich im Hotel entspannen können. Gegen 16 Uhr Transfer zum Flughafen und Rückflug nach Frankfurt über Bangkok

Der Markt von Cai Rang ist einer der größten schwimmenden Märkte im Mekong-Delta. Das quirlige Treiben findet vor 9 Uhr statt und gegen Mittag, wenn meist nur noch Garküchen auf ihren Booten unterwegs sind, sein Ende.

18. Tag: Ankunft in Frankfurt in den frühen Morgenstunden (voraussichtlich gegen 6 Uhr) und individuelle Rückfahrt zum Heimatort (Rail&Fly, sofern gebucht

Sie können sich das Reiseprogramm auch als (druckbare) PDF-Datei herunterladen:
Detailliertes Reiseprogramm