die glücklichen Inseln

Reiseprogramm

Überblick

1.-4. Tag: Gran Canaria

4.-7. Tag: Teneriffa

7.-10. Tag: Lanzarote

 

Für Details und weitere Informationen klicken Sie bitte auf untenstehende Reiseabschnitte:

****Hotel BULL Reina Isabel & Spa, Las Palmas de Gran Canaria (in nur 50 m Entfernung zum Strand von Las Canteras, Wellnessbereich und Pool auf dem Dach; 3 Übernachtungen)

1. Tag: Flug von Stuttgart nach Gran Canaria und Transfer zum Hotel in Las Palmas de Gran Canaria; Stadtexkursion in der Altstadt Vegueta mit geschichtlichen Hintergründen.

Die Altstadt von Las Palmas (Vegueta) befindet sich ca. 5 km von unserer Unterkunft entfernt. Während die heutige Stadt insgesamt rund 380.000 Einwohner und einen der größten Häfen Spaniens aufweist, wird die Altstadt von engen Gassen geprägt. Mit einer fünfschiffigen Basilika an der Plaza Santa Ana, dem klassizistischen Rathaus und Bauten im Mudéjarstil wurde sie 2007 auf die Tentativliste zur Aufnahme als UNESCO-Welterbe gesetzt. Im nördlich anschließenden Viertel Triana prägen prachtvolle Jugenstilbauten aus der Zeit um 1900 das Bild.

Der 2. Tag führt uns ins Naturschutzgebiet Dunas de Maspalomas, zu einer kleinen Wanderung im Barranco de Guayadeque, und zum Abendessen ins Höhlenrestaurant Tagoror.

Die seit 1987 als Naturreservat ausgewiesenen Dünen (Dunas de Maspalomas) umfassen ein Areal von knapp über 400 ha (6 x 2 km). Der Sand besteht - auf einer rein vulkanischen Insel - aus Kalksand zerriebener Muscheln und Korallen.

Als ein etwas verstecktes Juwel der Natur wird der Barranco de Guayadeque beschrieben. Mit insgesamt 15 km Länge gilt die Schlucht als eine der schönsten Kulturlandschaften Gran Canarias (mit zahlreichen archäologischen Stätten und Höhlenwohnungen verschiedener Epochen), die zu einer kleinen Wanderung abseits des Massentourismus einlädt.

Im Zentrum der Insel unternehmen wir am 3. Tag eine Wanderung am Roque Nublo und über den Pico de las Nieves mit herrlichen Aussichten auf Teneriffa und Teide. Die Rückfahrt erfolgt über Teror oder die Caldera de Bandama, sodass ggf. noch Zeit zur freien Verfügung bleibt (z.B. die Halbinsel la Isleta im Norden des Stadtzentrums von Las Palmas oder den Strand Playa de las Canteras direkt am Hotel).

Der 1813 Meter hohe Roque Nublo liegt im nach ihm benannten Naturschutzgebiet. Er ist ein auffälliger Vulkanschlot aus Basaltbrekzie und gilt als eines der Wahrzeichen Gran Canarias. Er ist der Rest eines vor rund 4,5 Jahren ausgebrochenen Stratovulkans. Der einstige Vulkankegel dürfte eine Höhe über 3000 m gehabt haben. Als härteres Material wurde der Schlot von der Erosion weniger stark abgetragen als die umgebenen Trachyte (helles, quarzarmes Vulkangestein) und ragt nun als Nadel empor.

Mit 1949 Meter Höhe ist der Pico de las Nieves der zweithöchste Gipfel auf Gran Canaria und bildet die Spitze eines Vulkankegels. Von hier aus kann der Blick die Hälfte der Insel erfassen und bis zum Teide auf Teneriffa reichen. An seinen Hängen wachsen die endemischen Kanarischen Kiefern (Pinus canariensis), die wirtschaftlich wichtigste Baumart der Kanaren.

Die vor nur rund 5000 Jahren entstandene Caldera de Bandama (kesselförmige Hohlform durch Einsturz einer entleerten Magmenkammer) zählt zum aktiven Vulkanismus. Mit einem Durchmesser von ca. 1 km und einer Kesseltiefe von 170 m ist sie recht überschaubar.

Am 4. Tag führt uns die Fahrt mit dem Exkursionsbus über Arucas zur Besichtigung der Rumfabrik Arehucas und der archäologischen Fundstätte Cenobio de Valerón (Getreidespeicher). Nach Besichtigung von Agaete (Puerto de las Nieves) nehmen wir die Fähre zur Überfahrt nach Teneriffa.

Mit etwas über 38.000 Einwohnern ist Arucas die viertgrößte Stadt der Insel. Sie wurde 1478 bei der spanischen Eroberung weitgehend zerstört und der altkanarische König getötet. Die Neugründung geschah mit vorwiegend spanischen Siedlern. Das Wahrzeichen der Stadt, die neugotische Pfarrkirche San Juan Bautista (unzutreffend oft als Kathedrale bezeichnet, obwohl sie keine Bischofskirche ist) wurde 1917 fertiggestellt. Bis ca. 1920 war die Region ein wichtiges Anbaugebiet von Zuckerrohr, wovon bis heute die Destilería Arehucas zeugt. Bei einer Führung erfahren wir nicht nur einiges über die Rumproduktion und -lagerung, sondern entdecken vielleicht auf den gelagerten Fässern Autogramme bekannter Besucher wie Willy Brandt, Walter Scheel und Julio Iglesia.

Cenobio de Valerón: Getreidespeicher der Canarios (8 Etagen) bis zur spanischen Eroberung im 15. Jahrhundert.

Mit rund 5.600 Einwohnern ist Agaete ein wichtiger Fährhafen nach Teneriffa. Der alte Ortskern wird von kanarischen Herrenhäusern mit ihren typischen Holzbalkonen beherrscht.

 

****Hotel Colón Rambla, Santa Cruz de Tenerife (hervorragende Lage nahe dem Stadtzentrum, ca. 2 km zum Strand, Hotel mit Spa & Wellnesscenter, Pool; 3 Übernachtungen)

Nach Ankunft der Fähre von Gran Canaria Transfer zum Hotel in Santa Cruz de Tenerife und erstes Abendessen auf Teneriffa.

Am 5. Tag erfreut uns ein Besuch in La Orotava und die anschließende, aussichtsreiche Fahrt zur Steilküste Los Gigantes (Bademöglichkeit). Auf dem Rückweg lohnen die Pirámides de Güímar einen weiteren Stopp.

La Orotava hat rund 42.000 Einwohner und lebt zum Teil vom Bananenanbau. Der Ort wurde 1504 im gleichnamigen fruchtbaren Tal gegründet. Die Unterstadt und die etwas schlichtere Oberstadt stehen unter Denkmalschutz und beherbergen, neben zahlreichen Palästen aus dem 16.-18. Jh., u.a. die imposante Kirche Nuestra Señora de la Concepción. Diese wurde 1768-1788 anstelle eines älteren, durch das Erdbeben im Zusammenhang mit dem Vulkanausbruch von Güímar (1704-1705) zerstörten Sakralbaus neu errichtet.

Die Steilküste von Los Gigantes macht ihrem Namen mit bis zu 450 m senkrecht abfallenden Basalt-Felsen alle Ehre. Am Fuße der Felsen befindet sich ein ca. 150 m breiter Strand, der zu einem Bad im Atlantik einlädt.

Die sechs Pirámides de Güímar wurden im 19. Jh. gebaut und werden heute touristisch als Guanchenbauwerke vermarktet. Wahrscheinlich wurden sie anstelle älterer Bauwerke dieser Art errichtet, die ursprüngliche Funktion lässt nur Vermutungen zu.

Höhepunkt auf Teneriffa ist die Fahrt mit der Seilbahn zur Bergstation La Rambleta (3555 m) und von dort eine Wanderung zum Pico del Teide (3715 m, ca. 2 Stunden) am 6. Tag. Nach einer Rast bringt uns der Exkursionsbus zum Mirador de la Ruleta, wo wir eine zweite, nicht weniger schöne Wanderung (ca. 3,5 km, 2 Stunden) um die Roques de García unternehmen.

Mit 3715 m ist der Teide der höchste Berg auf dem gesamten spanischen Staatsgebiet. Der Nationalpark wurde 2007 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Der Schichtvulkan erhebt sich aus einer 17 km Durchmesser aufweisenden Caldera (Las Cañadas). Der Vulkankomplex entstand in mehreren Phasen: Vor rund 8-5 Mio. Jahren entstanden drei Vulkane, die nach ihrem Erlöschen teilweise abgetragen wurden. Vor 4-3 Mio. Jahren war der Vulkanismus wieder sehr aktiv und es entstand die Caldera Las Cañadas. Mit einem (bis jetzt) letzten Ausbruch im Jahr 1909 entstand der Teide im Quartär bis in historischer Zeit. Mit einem Alter von rund 1,6 Mio. Jahren wurden die pyroklastischen Sedimente und Laven der Roques de García nach ihrer Ablagerung von jüngeren Vulkanschloten durchdrungen und hydrothermalen Veränderungen unterworfen.

Nachdem am 7. Tag mit dem Besuch der historischen Sehenswürdigkeiten von San Cristóbal de La Laguna auf dem Programm steht, ist anschließend mit dem Mercedeswald im Anaga-Gebirge wieder die herrliche Landschaft im Fordergrund. Am späten Nachmittag bringt uns ein kurzer Flug von Teneriffa nach Lanzarote.

San Cristóbal de La Laguna ist mit ca. 160.000 Einwohnern eine Universitätsstadt und Bischofssitz. Die Vororte von San Cristóbal und Santa Cruz gehen fließend ineinander über. Nach der endgültigen Kapitulation der Guanchen (Ureinwohner, seit dem 10 Jh. v. Chr. belegt) im Jahre 1496 entstand die heutige spanische Stadt. Der historische Stadtkern wurde in seiner bis heute bestehenden Form bis Ende des 16. Jh. angelegt. Die einstige Vormachtstellung ging ab dem 19. Jh. jedoch an Santa Cruz. Seit 1999 gehört San Cristóbal zum UNESCO-Welterbe. Im Umfeld der Plaza del Adelantado befinden sich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt wie zahlreiche Klosteranlagen verschiedener Orden und die Kathedrale San Cristóbal de la Laguna (1515-1522, zahlreiche Umbauten bis 2014).

Das bis 1024 m hohe Anaga-Gebirge im äußersten Nordosten der Insel entstand durch den Vulkanismus vor 9-7 Mio. Jahren. Der Mercedeswald verdankt seine Feuchtigkeit den auflandigen Passatwinden, die in 500-1000 m Höhe einen üppigen, bis zu 30 m hohen Lorbeerwald mit zahlreichen Moosen, Farnen und Flechten ermöglichen, wie er sonst kaum noch woanders auf den Kanaren zu sehen ist.

****Hotel Hipotel la Geria, Puerto del Carmen (fabelhafte Lage am besten Strand der Umgebung, Pool, Bar und Restaurant; Entfernung nach Arrecife ca. 12 km / 12 Taxi-Minuten; 3 Übernachtungen)

Nach Ankunft auf Lanzarote Transfer zum Hotel. Ggf. noch Zeit für einen Strandbesuch am Abend.

Am 8. Tag ist zunächst der Nationalpark Timanfaya unser Ziel; nach anschließender Besichtigung der Salzgewinnungsanlage Salinas de Janubio runden die schönen Strände im Süden von Lanzarote den Tag ab.

Der schon 1974 gegründete Nationalpark Timanfaya (Montañas del Fuego - Feuerberge) erstreckt sich auf einer Fläche von 845 km². In nur 6 Jahren förderten rund 100 Vulkane aus über 300 Kratern von 1730 bis 1736 die enorme Lavamenge von 8 Mio. m³ auf der damals bereits besiedelten Insel. Eine Besichtigung kann nur mit offizieller Führung auf einer rund 14 km langen Rundfahrt unternommen werden, denn im Untergrund herrscht immer noch eine große Hitze, die aus zahlreichen Spalten nach oben dringt. Die Temperatur beträgt in nur wenigen Metern unter der Erdoberfläche über 400°C, am Hauptkrater des Montaña del Fuego sogar rund 700°C. Der vorerst letzte Ausbruch ereignete sich 1824 an einer 14 km langen Spalte am Vulkan de Clérigo Duarte mit besonders dünnflüssiger Lava.

Im Südwesten der Insel befinden sich die Salinas de Janubio, die größte Salzgewinnungsanlage der Kanaren. In einer Lagune wurde 1895 mit der Salzgewinnung begonnen. Auf 45 ha Fläche wurden jährlich bis zu 10.000 Tonnen Salz für die spanische Fischfangflotte gewonnen. Durch neue Kühltechniken und preiswertere Konkurrenzprodukte ging die Produktion bis heute auf rund 2.000 Tonnen zurück. In den Salinen hat sich ein halophiles Ökosystem mit salztoleranten Pflanzen und entsprechender Fauna (z.B. Wiedehopf) ausgebildet.

Der 9. Tag führt uns zur Lavahöhle Cueva de los Verdes. Auf kultureller Seite erwartet uns Jameos del Agua mit Informationen zum Architekten César Manrique (je nach Möglichkeit stattdessen zum Mirador del Río).

Die Lavahöhle Cueva de los Verdes entstand während eines Vulkanausbruchs vor ca. 3.000 Jahren. Anders als bei Kalkhöhlen entstehen Lavahöhlen nicht erst nach der Entstehung des Gesteins (meist viele Millionen Jahre später), sondern mit der Entstehung des Gesteins. Deshalb nennt man sie auch Primärhöhlen, im Gegensatz zu den durch Lösung entstandenen Sekundärhöhlen im Kalk. Bei der Cueva de los Verdes floss die Lava unter der bereits erstarrten Decke auf einer Strecke von 7 km weiter, bis der Lavastrom versiegte. An etwa 20 Stellen brach später die Höhlendecke ein, sodass die Cueva de los Verdes, die zu den längsten Lavahöhlen der Erde zählt, an verschiedenen Stellen zugänglich ist. 1964 wurden zwei übereinander liegende Röhren, die auf einer Strecke von insgesamt 1 km begangen werden können, dem Tourismus zugänglich gemacht. Ein weiteres Teilstück wurde 1966 vom Architekten César Manrique zum Komplex Jameos del Agua ausgebaut.

Mirador del Río: Der vom lanzarotenischen Architekten und Künstler 1974 entworfene Aussichtspunkt galt in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts als eines der bedeutendsten modernen Bauwerke der Welt. In 475 m über dem Meer hat man von hier bei gutem Wetter einen fantastischen Blick auf das Chinijo-Archipel mit den Inseln La Graciosa, Alegranza und Montaña Clara.

Der Rückflug am 10. Tag findet voraussichtlich gegen Mittag statt, sodass wir am frühen Abend wieder in Stuttgart sein werden.

Voraussetzungen: festes Schuhwerk und eine normale körperliche Fitness für die Wanderungen sowie Badesachen, wenn Sie ins Meer wollen ...

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Detailliertes Reiseprogramm