Polnische Landschaften und Kulturgüter in Danzig-Pommern, Ermland und Masuren

Überblick

1.-4. Tag: Anreise; Gdańsk, Leba, Malbork und Lidzbark Warmiński

5.-9. Tag: Masuren, Biebrza-Nationalpark und Ermland

10.-12. Tag: zurück an die Ostsee - Gdańsk (Danzig); Rückreise

 

 

Für Details und weitere Informationen klicken Sie bitte auf untenstehende Reiseabschnitte:

Unterkunft: Hotel Number One*** (3 Ü in Gdańsk / Danzig)
Hotel Krasicki**** (1 Ü in der Vorburg von Lidzbark Warmiński / Heilsberg)

1. Tag: Anreise und erste Erkundungen in Gdańsk / Danzig (Altstadt – UNESCO-Welterbe)

Flug mit LOT von Stuttgart über Warschau nach Danzig (voraussichtlich 10:35-14:15), wo Sie von unseren örtlichen Reiseleiter Cezary Ponczek in Empfang genommen werden. Nach dem Transfer zum Hotel in der Innenstadt unter-nehmen wir nachmittags unsere ersten Erkundungen in der Danziger Altstadt, wo wir in einem typischen Lokal auch zu Abend essen werden.

Gdańsk (464.000 Einw.): 997 erstmals urkundlich erwähnt, erlebte Danzig im 13. Jahrhundert seine erste große Blüte­zeit. Anfang des 14. Jahrhundert erhielt Danzig unter den Deutschrittern das Stadtrecht und trat 1361 der Hanse bei und konnte sich 1410 der Macht des Ordens entziehen und war 1457-1793 (Besetzung durch Preußen) de facto eine unab­hängige Stadtrepublik und galt als reichste Stadt der Welt, weshalb sie den Beinamen „Königin der Ostsee“ erhielt. 1919-1939 war die Freie Stadt Danzig nach den Bestimmungen des Versailler Vertrags ein unabhängiger Staat. Der original­getreue Wiederaufbau der im 2. Weltkrieg zerstörten Innenstadt ist ein Meisterwerk der polischen Handwerker und Restaurateure, das ihnen weltweiten Ruhm eintrug. 1970, 1976 und 1980 sorgte Danzig mit Streiks und Demon­strationen der Werftarbeiter erneut für internationale Schlagzeilen. Durch den Arbeiterführer und späteren Präsidenten Lech Wałęsa entstand mit der Solidarność die erste freie Arbeitergewerkschaft hinter dem Eisernen Vorhang.

2.Tag: Die Dreistadt Gdynia (Gdingen) - Sopot (Zoppot) - Gdańsk (Danzig)

Heute beginnen unser Programm in der nördlichsten Stadt des Ballungs­raums, in Gdynia. Von dort erreichen wir das Seebad Sopod und anschließend wieder Danzig, wo nach einer ausführlichen Exkursion durch die Innenstadt am späten Nachmittag und am Abend Zeit bleibt, die historische Mitte Danzigs individuell weiter zu erkunden. Das Abendessen findet in einer Brauereigaststätte statt, wo der leitende Brauermeister Johannes Führungen in Deutsch anbietet und über die Braukunst sowie über seine Polen-Erfahrung erzählt.

Gdynia (247.000 Einw.): Obwohl 1253 erstmals urkundlich erwähnt wurde, erhielt die Siedlung erst 1926 als Gdingen Stadtrecht und bildet heute mit den Nachbarstädten Zoppot und Danzig einen Ballungsraum, die Dreistadt. Die wichtigste Hafenstadt Polens an der Danziger Bucht wurde in den 1930er Jahren zur Großstadt und während des Zweiten Weltkriegs als bedeutender Stützpunkt der deutschen Kriegsmarine durch britische und US-amerikanische Luftangriffe erheblich zerstört. Heute ist Gdynia Hauptquartier der polnischen Kriegsmarine. Beachtenswerte Besuchsmagneten sind an der Südmole die beiden Museumsschiffe ORP Błyskawica, ein Zerstörer der polnischen Marine im Zweiten Weltkrieg, und Dar Pomorza, ein dreimastiges Vollschiff, das zuletzt in Polen als Segelschulschiff eingesetzt wurde.

Sopod (36.850 Einw.): Der Bade- und Kurort an der Danziger Bucht ist bekannt für seine Kurhäuser, den Sandstrand und die 511,5 m lange hölzerne Seebrücke, die weit in die Danziger Bucht hinausragt. Der Entschluss, das Fischerdorf Zoppot wegen der Schönheit der natürlichen Umgebung an der Danziger Bucht in ein Seebad umzuwandeln, fasste man 1819. Schon 1823 eröffnete ein elsässischer Arzt den ersten Strandbadbetrieb mit Kursanatorium. Seitdem entwickelte sich die Stadt zu einem mondänen Seebad.

Gdańsk: Ein Spaziergang mit Stadtbesichtigung durch den historischen Kern macht wohl kaum einem Besucher klar, dass es sich bei dem heutigen Baubestand zumeist um wieder aufgebaute Bauwerke handelt. Beide Kernstadtteile, Rechtstadt und Altstadt, wurden im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte allerdings weitgehend nach historischen Vorlagen. Es entstand eine bemerkenswerte altstädtische Perle. Erfreulicherweise liegen beide Stadtteile direkt nebeneinander. Somit findet man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt fast alle im Zentrum, entweder in der Rechtstadt oder der Altstadt: Der Lange Markt, an dem wohlhabende Danziger Bürger wohn­ten, mit dem Rechtstädtische Rathaus, dem Artushof und dem Speymannhaus, die Langgasse, eine Prachtstraße im Zentrum der Rechtstadt, die Kathedralbasilika der Himmelfahrt der Allerheiligsten Jungfrau Maria, eine Gotische Back­steinkirche von 1502 mit königlicher Kapelle.

3. Tag: Slowiński-Nationalpark und Wanderdüne bei Łeba

Der heutige Ausflug nach Łeba im Nordwesten von Danzig führt durch die Kaschubei, ein Hügelland aus eiszeitl­ichen Grund- und Endmoränen mit überwiegend kleinen und mittleren Bauernhöfen, kleinen Dörfern sowie zahl­reichen Gutsbetrieben. Bei Łeba erreichen wir die Ostseeküste und den Slowiński-Nationalpark mit der Lontzkedüne und dem Jezioro Łebsko, dem größten pommerschen Strandsee. Auf dem Rückweg durch die Kaschubische Schweiz geht es zum Turmberg, der höchsten Erhebung der Tiefebene, um den dortigen Aussichtsturm zu besteigen.

Kaschuben: Die hier lebende Volksgruppe fühlt zwar eine geschichtliche und ethnische Verbundenheit mit den Polen, pflegt aber eine eigene Sprache und Tradition. Das westslawische Volk, das aus den Pomoranen hervorging, besiedelte den Küstenraum nordwestlich der Danziger Bucht vermutlich im 6. und 7. Jh. Der Name Caszubitae wurde zwar im 13. Jh. in der Chronica Poloniae Maioris erwähnt, der Name ging aber erst im 16. Jh. auf das Volk der heutigen Kaschuben über.

Łeba (3.734 Einw.) und Slowiński-Nationalpark: Hier erfahren wir etwas über Dünenbildung und Ausgleichsküsten. Der Jezioro Łebsko (Lebasee) wird zur Ostsee hin durch eine 800 Meter bis 2,5 km breite und 17 km lange Nehrung abgeriegelt. Auf dieser liegt die rund 1300 Meter lange und 500 Meter breite Lontzkedüne, die mit 42 m höchste Wander­düne auf der Nehrung. Sie wandert jährlich mehrere Meter weiter nach Osten und hat bereits einige kleine Ansiedlungen zur Aufgabe gezwungen. Diese Dünenlandschaft bildet den Kern des 1967 gegründeten Slowiński-Nationalparks (insg. 18.618 ha), seit 1977 ein UNESCO-Biosphärenreserat mit bis zu 56 m hohen Dünen westlich des Sees. Das Parkgebiet war in der Vergangenheit eine Meeresbucht. Die Parkformation ist das Resultat einer riesigen skandinavischen Gletscher­zunge, die einen Streifen von Moränenhügeln hinterließ, die den Park im Süden und Westen eingrenzen. Die Nehrung selbst, als typisches Beispiel einer Ausgleichsküste, besteht aus vom Meer angespültem Sand, der mit den Wander­dünen ca. 3-10 m pro Jahr küstenparallel weiter ins Land transportiert wird und die ehemalige Meeresbucht des Leba­sees nach und nach vom Meer abschnitt. Die Fahrt mit einem Elektrowagen führt zum Fuß der Dünen und zu einem kleinen Fußweg auf die Dünen.

4. Tag: über Malbork (Marienburg) und Frombork (Frauenburg) nach Lidzbark Warmiński (Heilsberg)

Nach dem Frühstück verlassen wir von Danzig Richtung Südosten und erreichen nach kurzer Fahrt die Marienburg. Gewaltig wie eine Stadt ist sie die größte gotische Burganlage Europas in beherrschender Lage an den Ufern des Nogats. Jahrhunderte lang herrschten hier die Hochmeister des Deutschen Ordens. Nachdem wir auf einer Führung den gewaltigen Komplex kennen gelernt haben, setzen wir Fahrt fort nach Frauenburg, der einstigen Wirkungsstätte von Nikolaus Kopernikus, am Friesischen Haff. Am späteren Nachmittag erreichen wir unsere Unterkunft in der Vorburg der Ordensburg von Lidzbark Warmiński (dort auch Abendessen).

Deutscher Orden und Marienburg: Ausgehend von einem Bündnis, das 1226 mit dem polnischen Herzog Konrad gegen die Pruzzen geschlossen wurde, beherrschte der Deutsche Ritterorden seit 1309 von der Marienburg aus große Teile Nordpolens. Die so angezogenen deutschen Siedler prägten die Region, insbesondere die Stadt Danzig. Erst 1410 in der Schlacht bei Grunewald, ein Datum und Ereignis das jeder Pole kennt, wurde das Gebiet wieder polnisch. Bei einem Rundgang durch die mächtige, dreigliedrige Burg (Vorburg, Hochschloss und Mittelschloss mit Hochmeisterpalast) werden die gewaltigen Ausmaße (Außenmauern mit insgesamt über 600 m Länge) der Festung deutlich und der Besucher in die Zeit der Ordensritter versetzt.

Frombork (2.400 Einw.): Der Ort am Frischen Haff besitzt einen kleinen Hafen, von dem aus Ausflugsschiffe nach Krynica Morska (Kahlberg) auf der Frischen Nehrung fahren. Dort haben wir die Möglichkeit, vom Aussichtsturm neben dem Dom den Blick zum Frischen Haff bis nach Russland zu genießen. Erstmalig im 13. Jh. erwähnt, ist Frombork durch seinen architektonisch interessanten Dom sowie durch das Wirken von Nikolaus Kopernikus (1473-1543) weit über Polen hinaus bekannt. Der Dom entstand im 14. Jahrhundert. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts widerlegte der Domherr Nikolaus Kopernikus hier das bis dahin vorherrschende geozentrische Weltbild und publizierte seine Vorstellungen vom heliozentrischen Weltbild, dem Beginn der neuzeitlichen Astronomie. Das Museum im Bischofspalast gibt Einblick in Leben und Wirken des Astronomen, Arztes, Mathematikers und Kartographen, der 1513-1543 überwiegend in Frauenburg lebte und im Dom beigesetzt wurde. Um den Dom entstand bis in das 15. Jh. eine Wehranlage mit drei Toren, zahlreichen Türmen und Basteien sowie Wohnhäusern der Domherren und des Bischofs. Das mächtigste Bauwerk der Domburg ist der erst im 17. Jh. unter Bischof Radziejowski vollendete Campanile (Glockenturm). Der ab dem 14. Jh. begonnene Wasserturm erhielt 1571 ein Schaufelrad durch das der Burgberg bis ins 19. Jh. mit Trinkwasser versorgt wurde.

Lidzbark Warmiński (16.000 Einw.) zählte als Heilsberg bis 1945 zu den schönsten Ortschaften in Ostpreußen und geht auf eine Gründung des Deutschen Ordens im Jahre 1240 an der Stelle der pruzzischen Burg Leckbard zurück. Bei einem Stadtrundgang erfahren wir etwas über die typisch ermländisch-masurische Kleinstadtstruktur. Trotz des Stadtbrandes nach dem Krieg sind einige wertvolle Bauten erhalten geblieben bzw. rekonstruiert worden. Die Burg Heilsberg diente bis 1795 als Residenz der ermländischen Bischöfe und gilt als die, neben der Marienburg, am besten erhaltene Wehranlage der Ordenszeit. Heute ist in ihr ein Museum untergebracht. Einige historische Straßenzüge, darunter eine Zeile der charakteristischen Laubenhäuser am Marktplatz, haben die Zeiten und auch den Brand am Ende des 2. Weltkrieges überdauert. Von den einst drei Toren ist das Westtor (Hohe Tor) als einziges erhalten. Aber schon im Juni 1807 tobte hier eine der bekanntesten Schlachten von Napoleon Bonaparte, als hier die vereinigten Kräfte Russlands und Preußens auf die französische Armee trafen.

Unterkunft: Hotel Anek*** (2 Ü in Mrągowo / Sensburg)
Bartlowizna (1 Ü in Goniądz / Gonionds) / Hotel Omega*** (2 Ü in Olsztyn / Allenstein)

5. Tag: Masurische Seen, Reszel (Rössel), Kętrzyn (Rastenburg) und Giżycko (Lötzen)

Nach dem Frühstück besichtigen wir zunächst die bischöfliche Burg von Lidzbark Warminski (Heilsberg) direkt vor unserem Hotel gelegen, das Teil der Vorburg ist. Unser nächstes Ziel ist Wilkowo Wielkie (Groß Wolfsdorf, 110 Einw.), wo wir dem Schloss Dönhoffstädt (Palac Donhoffów w Drogoszach) einen Außenbesuch abstatten. Gegen Mittag erreichen wir Heiligelinde, dem beliebten Pilgerort. In der berühmten barocken Basilika erwartet uns, neben einer Führung durch den reich verzierten Innenraum, ein Orgelkonzert auf der prächtigen Orgel aus dem Jahr 1721. Gelegenheit für eine Mittagspause, bevor wir uns durch die nahe gelegene Wolfsschanze führen lassen. Auf dem weiteren Weg passieren wir Pałac Sztynort (Schloss Steinort) auf einer Landzunge zwischen Dargeinen- und Mauersee, das bis 1945 der ostpreußische Stammsitz derer von Lehndorff war. Fahrt nach Mrągowo (Sensburg) im Herzen der Masurischen Seenplatte, wo wir für die nächsten beiden Nächte untergebracht sein werden.

Palac Donhoffów w Drogoszach: Schloss Dönhoffstädt war früher eine der drei größten Residenzen Ostpreußens. 1714 fertig gestellt wurde es vor allem von Königen auf der Durchreise durch Masuren genutzt. Es ist das Anwesen eines alten westfälischen Adelsgeschlechts aus der Grafschaft Mark, das sich über das Baltikum nach Polen und Preußen ausgebreitet hatte und eine bedeutende Rolle im Widerstand gegen das NS-Regime spielte. Zum Komplex kamen später eine Bibliothek und ein Theater dazu. Schloss Dönhoffstädt ist nicht der erste Palast in Groß Wolfsdorf. Bereits 1598 bis 1606 errichtete Ludwig von Rautter aus einer seit 1477 in der Region ansässigen Familie einen Bau, der zur Verteidigung von Wallanlagen und Bollwerken umgeben war. Er kam an die Dönhoffs im 17. Jahrhundert durch Einheirat. Das neue Adelsschloss derer von Dönhoff entstand auf sicherem Grund unweit der alten Anlage. Heute be­findet sich das Schloss in Privatbesitz, weshalb eine Besichtigung nicht möglich ist.

Święta Lipka: mit nur 173 Einwohnern wird die Kulisse des kleinen Dorfs Heiligelinde von einer dreischiffigen Basilika überragt. Sie entstand 1688-1693 auf sumpfigem Gelände. Die Ursprünge des Kults um Unserer Lieben Frau von Heilige Linde gehen auf eine Sage aus dem 14. Jh. zurück. Ein Verurteilter soll auf Intervention von Unserer Lieben Frau eine Holzfigur ihres Kindes angefertigt haben und nach Fertigstellung freigelassen worden sein. Die Skulptur hängte er an eine Linde worauf hin sich viele Wunder um die Statue des Marienkindes ereignet haben sollen.

Wolfsschanze: Tarnname für ein militärisches Lagezentrum des Führungsstabes der deutschen Wehrmacht nahe der russischen Grenze und eines der Führerhauptquartiere während des Zweiten Weltkrieges mit weitläufigen Bunkersystemen, Gefechtsständen für Stäbe der meisten deutschen Truppengattungen. Hier erfolgte auch am 20. Juli 1944 der Sprengstoffanschlag auf Adolf Hitler durch Claus Schenk Graf von Stauffenberg bei einer Besprechung im Führerhauptquartier. Das Attentat gilt als bedeutendster Umsturzversuch des militärischen Widerstandes in der Zeit des Nationalsozialismus.

Sztynort: in Steinort (170 Einw.) befindet sich das derzeit marode (deshalb nur Außenbesichtigung möglich), mittelbarocke Schloss Steinort, ehem. Stammsitz der Familie von Lehnsdorff. Heinrich Graf von Lehnsdorff wurde 1944 wegen seiner Beteiligung am Attentat auf Hitler hingerichtet. 1941 wurde in einer Hälfte des Schlosses das Feldquartier von Außen­minister Joachim von Ribbentrop eingerichtet. 11 km östlich befand sich Himmlers Feldkommandostelle Hegewald.

Die Natur im Nordosten Polens ist, zumindest aus geologischer Sicht, recht jung und wird überwiegend durch Formen der vergangenen Eiszeiten geprägt. Nördlich des breiten Urstromtals, welches sich von Osten nach Westen über Warschau und Berlin erstreckt, befindet sich der Baltische Landrücken. Das lebhafte Relief dieser Jungmoränenlandschaft, mit 300 m hohen Endmoränen, reizvollen Heidelandschaften und der Masurischen Seenplatte, dehnt sich bis zur Ostsee und dem Weichsel-Delta aus. Neben den genannten Großformen bereichern zahlreiche kleinere Formen der glazialen Serie, als Hinterlassenschaften der Eiszeit, das abwechslungsreiche Landschaftsbild.

6. Tag: Święta Lipka (Heiligelinde), Puszca Piska (Johannisburger Heide) und (Eckertsdorf)

Nach dem Frühstück führt unsere Route nach Mikołajki (Nikolaiken). Nach einem Stadtrundgang erwartet uns bei Krutyń (Krutinnen; 263 Einw.) eine traditionelle Stakenbootsfahrt auf dem malerischen Flüsschen Krutynia und ein Rundgang durch die Puszca Piska zum Naturreservat Zakręt mit seinen dystrophen (nährstoffarm aber humusreich) Seen. In Wojnowo besuchen wir das orthodoxe Philipponenkloster am Ufer des Drusensees sowie bei Gallkowen das kleine Gräfin-Döhndorf-Museum. Im Fokus steht dabei ein Gespräch mit Renate Marsch, die über die Gräfin und eigene deutsch-polnische Erfahrungen durch ihre journalistische Arbeit erzählen kann. Rückfahrt zur Unterkunft in Mrągowo (Sensburg).

Mikołajki: Das kleine Städtchen (3826 Einw.) am Śniardwy (Spirdingsee), dem größten der masurischen Seen, entwickelte sich bekanntesten Ferienort, insbesondere für Wassersport, der Region. 1444 erstmals urkundlich erwähnt, ist die Fischerei, v.a. durch Maränen, bis heute ein bedeutender Erwerbszweig. Die Reformation fasste hier bereits im 16. Jh. Fuß – die evangelische Gemeinde des Ortes ist bis heute größer als die römisch-katholische.

Wojnowo (319 Einw.): Der Ort von 1828 mit seinen drei orthodoxen Kirchen war eine von elf Siedlungen der russisch-orthodoxen Altgläubigen. Die Gemeinde vor Ort gehörte zur Untergruppe der Philipponen, die im russischen Kaiserreich verfolgt wurden und sich wegen der liberalen preußischen Religionsgesetze u.a. hier niederließen. Das Kloster wurde 1847 gegründet und war durch regelmäßig aus Russland entsandte Nonnen auch bis vor wenigen Jahren noch in Be­trieb. Als 2006 die letzte Nonne dort starb, stellte das Kloster seinen Betrieb ein, kann aber trotzdem besichtigt werden. Nach der Oktoberrevolution 1917 hatten die Sowjets Altarräume aus Schiffen ausgebaut und die Ikonen verkauft, von denen auch einige in die Kirche von Eckertsdorf gelangten. Diese farbenfrohen Ikonen im Kircheninneren ziehen sofort die Blicke der Besucher auf sich.

Marion Gräfin Dönhoff: 1909 in Ostpreußen geboren, 2002 in Rheinland-Pfalz verstorben, war Chefredakteurin und Mitherausgeberin der Wochenzeitung Die Zeit und gilt als eine der bedeutendsten Publizistinnen der bundesdeutschen Nachkriegszeit. Sie setzte sich für die Versöhnung zwischen den Staaten des damaligen Ostblocks und des Westens ein, unterstützte die Ostpolitik von Willy Brandt und lehnte die Apartheid in Südafrika ab. Weitere Hauptthemen waren der Widerstand gegen Hitler und die Auswüchse des Kapitalismus. Renate Marsch, Jahrgang 1935 und ehemalige Korres­pondentin der Nachrichtenagentur dpa, hat für Gräfin Dönhoff ein kleines Museum in Wojnowo eingerichtet.

7. Tag: Augustów-Kanal und Biebrza-Nationalpark

Heute geht die Fahrt zunächst nach Augustów, Ort eines russischen Nachkriegsverbrechens und Gelegenheit zur Betrachtung des Augustów-Kanals, ein Werk der Wasserbaukunst von Weltrang. Von Augustów unternehmen wir eine Schifffahrt auf den Seen Białe Augustowskie und Studzieniczne bis zum Mariensanktuarium in Studzieniczna. Nach Besuch des Sanktuariums erreichen wir mit unserem Bus den Biebrza-Nationalpark, den größten National­park Polens und anschließend unsere Unterkunft bei Goniądz (1 Ü).

Augustów (litauisch Augustavas; 30.373 Einw.): erstmals 1496 urkundlich erwähnt, erhielt der Ort 1557 das Stadtrecht. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt bis 1944 zu 70 % zerstört und hatte einen großen Teil ihrer Einwohner verloren. 1945 geschah dort das größte Verbrechen des kommunistischen Regimes in Polen. Zur Bekämpfung des polnischen antikommunistischen Untergrundes wurden in der Razzia von Augustów etwa 7000 Personen verhaftet, unter Folter ver­hört und etwa 600 Gefangene in unbekannte Richtung verschleppt. Ihre Todesumstände wurden bis heute nicht aufge­klärt. 1970 wurde Augustów Kurort. Im Zentrum können noch Häuser im spätklassizistischen und eklektischen Stil be­sichtigt werden. Die Hauptattraktion des Ortes ist jedoch der Augustów-Kanal (Besichtigung des kleinen Augustów-Kanal-Museums im Gutshaus von Prądzyński). Der aus wirtschaftlichen Gründen geplante Wasserweg, wurde 1825-1839 angelegt, um die Biebrza mit der Memel (Niemnen) zu verbinden. Er sollte dem damaligen Kongresspolen des Herzog­tums Warschau (später Weichselland) einen Zugang zur Ostsee verschaffen, erwies sich aber als nur eingeschränkt nutzbar. Zum Teil nutzte man die bestehenden Wasserwege der Flüsse Netta und Czarna Hańcza sowie einige Seen, die man mit den einzelnen neu gebauten Kanalabschnitten verband. Bei der Fertigstellung dominierte jedoch die junge Eisenbahn schnell im Lokalverkehr. Die Gesamtlänge des Kanals beträgt über 101,20 Kilometer, von denen sich 80 km auf polnischem Territorium befinden, der Rest erstreckt sich auf weißrussischem Gebiet. Das Wassersystem des Augustów-Kanals verbindet sieben Seen und wird von 18 Schleusen reguliert, von denen 14 in Polen liegen. Der größte Teil befindet sich noch heute in unverändertem Zustand.

Biebrza-Nationalpark: Der 1993 gegründete Nationalpark ist mit über 592 km² der größte Polens (26,3 % Wald, 30,7 % Wald und Wiesen, 43,0 % Flussmarschen der Biebrza) und erstreckt sich entlang der stark mäandrierenden Biebrza bis zu ihrer Mündung in die Narew. Im Frühjahr sind die ausgedehnten Biebrzasümpfe, das größte Torfmoor-Gebiet Mittel­europas und Rastplatz von Millionen von Zugvögeln, vor allem Wasser- und Sumpfvögel. Darüber hinaus kann man hier Elche, Biber und Dachse beobachten.

8. Tag: über Biała Piska (Gehlenburg) und Szczytno (Ortelsburg) nachOlsztyn (Allenstein)

Auf dem Wege nach Allenstein erreichen wir zunächst Biała Piska, wo 1756-63 die verputzte Pfarrkirche St. Andreas Bobola im Barockstil errichtet wurde. Der Frontturm wurde 1832 nach einem Entwurf von Karl Friedrich Schinkel hinzugefügt. In Ruciane-Nida (Niedersee und Nieden) ist die Mittagspause eingeplant. Später erreichen wir Szczytno. Von der Ordensburg dort sind heute nur noch die Grundmauern zu sehen. Nach der Zerstörung im Dreizehnjährigen Krieg war sie von Georg Friedrich I. von Brandenburg-Ansbach-Kulmbach 1579-1581 wieder aufgebaut und erweitert worden und diente als Jagdschloss. Zwischen 1766 und 1792 riss man den Ostflügel ab. Danach verfiel das Bauwerk. In Olsztyn erwartet uns ein kleiner Stadtrundgang sowie unsere Unterkunft für die nächsten beiden Übernachtungen.

Olsztyn (ca. 173.000 Einw.): Am Fluß Łyna (Alle) gelegen, wurde die Stadt 1353 unter dem Namen Allensteyn im preußi­schen Ermland gegründet. Die Burg war Sitz eines Verwalters des ermländischen Domkapitels und Hochstifts Ermland. Nikolaus Kopernikus war einer der Domherren des Fürstbistums Ermland und verlegte 1520/21 seine Residenz nach Allenstein zur Verteidigung der Stadt gegen die Ordensritter. Durch die erste Polnische Teilung kam die Stadt an Preußen und verblieb nach dem Friedensvertrag von Versailles durch eine Volksabstimmung bei Deutschland. 1945 von sowjetischen Truppen eingenommen, wurden zahlreiche Häuser zerstört und u.a. alle Patienten sowie das Personal des Feldlazaretts ermordet. Der südliche Teil Ostpreußens wurde polnisch. Seit dem Einsturz des Sendemastes von Radio Warschau in Konstantynów 1991 (1974 errichtet und mit 646,38 m das höchste Bauwerk der Erde) ist heute mit 360 m der Sendemast in Olsztyn-Pieczewo das höchste Bauwerk in Polen.

9. Tag: Schlachtfelder von Tannenberg

Heute geht es auf der Fahrt zu den bekannten Schlachtfeldern von Tannenberg zunächst nach Olsztynek (Hohen­stein) südwestlich von Allenstein. Vor dem Schlachtfeldbesuch steht ein Fotostopp in Hohenstein (Burg und Rat­haus). Die Schlachtfelder von Tannenberg liegen 3 km südlich von Stębark (Tannenberg), bei Grünfelde, das nach 1945 den Namen Grunwald erhielt, sowie beim benachbarten Lodwigowo (Ludwigsdorf). Beide Orte wurden durch die zwei Schlachten der Jahre 1410 und 1914 bekannt. Bei einem Kurzstopp in Ostróda (Osterode) lernen wir die Ordensburg (Außenbesichtigung) kennen und legen einen Stopp auf der Seepromenade ein. Auf der Rückfahrt nach Olsztyn (Allenstein) werfen wir einen Blick in die Wallfahrtskirche der Muttergottes vom Ermland in Gietrzwałd (Dietrichswalde). Zum Abschluss des Tages besuchen wir das Taharahaus in Olsztyn, wo wir die Chefin der Kultur­stiftung für internationale Zusammenarbeit Borussia treffen. Sie wird uns persönlich durch das Haus führen und über die Aktivität der Kulturstiftung erzählen. Diese ehemalige Leichenhalle auf dem jüdischen Friedhof in Allenstein ist das einzige Bauwerk des gebürtigen Alleinsteiners Architekten Erich Mendelsohn in seiner Heimatstadt.

Olsztynek: Die Ordensburg wurde 1349-1366 auf einem Hügel an der Stelle einer früheren pruzzischen Verteidigungsburg errichtet. Das vierflügelige gotische Gebäude entstand auf einem rechteckigen Grundriss und bestand aus einem drei­stöckigen Burghaus, dem von Verteidigungsmauern umgebenen Burghof und einem stattlichen Torturm in der Mauer zur Vorburg. 1410, zwei Tage nach Beendung der gewonnenen Schlacht bei Grunwald/Tannenberg, kapitulierten Einwohner und Besatzung gegenüber den polnisch-litauischen Truppen des Königs Władysław Jagiełło. Mitte des 17. Jh. wurde die Burg von den Tataren zerstört und verfiel in den folgenden Jahrzehnten zu Ruinen. Vom ursprünglichen Gebäude sind bis heute die unteren Elemente des unteren Wohnflügels und sowie Keller mit gotischen Gewölbe erhalten. In den Jahren 1847-1849 im neo-gotischen Stil restauriert, wurde der Komplex in ein Gymnasium umgestaltet. Heute befindet sich im Gebäude die Mrongowiusz Schule, weswegen es nur an Schultagen zugänglich ist.

Schlachten bei Tannenberg: Das Tannenberg-Denkmal unmittelbar bei Olsztynek erinnerte an die Schlacht bei Tannen­berg 1410 während der Litauerkriege des Deutschen Ordens sowie an die Tannenbergschlacht im August 1914 und die Schlacht an den Masurischen Seen im September 1914. Von 1934 bis 1945 wurden die Särge Paul von Hindenburgs und seiner Frau Gertrud in einer Gruft im Hauptturm des Denkmals aufbewahrt. Im Januar 1945 wurde das Denkmal beim Rückzug der deutschen Truppen auf Befehl Hitlers von Pionieren der Wehrmacht gesprengt. Die Särge von Hindenburg und seiner Frau wurden über Königsberg in ein thüringisches Salzbergwerk in Sicherheit gebracht. Eine weitere bedeut­same Gedenkstätte zwischen Stębark (Tannenberg) und Grunwald (Grünfelde), die an die Schlacht bei Tannenberg 1410 erinnern soll, stellt im polnischen Nationalbewusstsein einen geradezu sakralen Ort dar. Heute erinnern dort einige Denkmäler und Gedenksteine an die in der Schlacht gefallenen Männer. Eine Kapelle und ein Obelisk sind noch ansatz­weise zu erkennen. Auch das dortige Museum der mittelalterlichen Grunwald-Schlacht wollen wir besuchen. Diese frühere Schlacht bei Tannenberg wurde am 15. Juli des Jahres 1410 im Ordensland Preußen unweit der Orte Tannenberg und Grünfelde ausgefochten. Der seit einem Jahrhundert andauernde kriegerische Konflikt des Ritterordens mit dem Groß­fürstentum Litauen sowie die latente Rivalität zwischen Deutschem Orden und dem seit 1386 mit Litauen in Personalunion verbundenen Königreich Polen erreichten in dieser Schlacht ihren Höhepunkt. Die Auseinandersetzung gilt als eine der größten Schlachten zwischen mittelalterlichen Ritterheeren und gehört seit dem 19. Jahrhundert zum Nationalmythos Polens und Litauens. Dabei unterlag der Deutsche Ritterorden der polnisch-litauischen Armee in einer Geschichte schreibenden Schlacht, da deren Folge das Ende des Ordensstaates sowie den Aufstieg Polen-Litauens zur euro­päischen Großmacht einläutete. Die spätere Schlacht bei Tannenberg im Ersten Weltkrieg fand südlich von Allenstein vom 26. - 30.08.1914 zwischen deutschen (153.000 Mann) und russischen Armeen (191.000 Soldaten) statt. Sie endete mit einem Sieg der deutschen Truppen und der Zerschlagung der ins südliche Ostpreußen eingedrungenen russischen Kräfte. Anfänglich in den deutschen Medien als „Schlacht bei Allenstein“ bezeichnet, wurde sie auf Wunsch Paul von Hindenburgs kurze Zeit danach zu Propagandazwecken in Schlacht bei Tannenberg umbenannt. Tatsächlich liegt nicht die Ortschaft Tannenberg (heute Stębark) im Hauptkampfgebiet, sondern Hohenstein. Mit der Namensgebung sollte die in der deutschen Geschichtsschreibung als Schlacht bei Tannenberg bezeichnete Niederlage der Ritter des Deutschen Ordens gegen die Polnisch-Litauische Union im Jahre 1410 überstrahlt werden.

Gietrzwałd (565 Einw.): kleines ermländisches Dorf, das als einziger Ort Polens Marienerscheinungen aufweisen kann, die von der Kirche bestätigt wurden. Bereits im 17. Jh. soll es dort immer wieder Fälle von Wunderheilungen mit Wasser aus einer Quelle gegeben haben, deren Wasser - ähnlich wie in Lourdes - über heilende Kräfte verfügen soll. 1877 hatten dort zwei Mädchen mehrere Marienerscheinungen. Das hier entstandene Heiligtum gilt heute als das Lourdes von Polen.

Unterkunft: Hotel Number One*** (2 Ü in Gdańsk / Danzig)

10. Tag: Zurück an die Ostsee und nach Gdańsk / Danzig

Nach früher Abfahrt passieren wir nochmals die Stadt Osterode (Ostroda). Sie ist Ausgangspunkt für den 129,8 km langen Oberländischen Kanal (1844-1860; Elblag-Ostroda-Kanal 82 km), der die Stadt mit der Ostsee verbindet. Von dort lohnt sich ein Abstecher nach Morąg (Mohrungen), dem Geburtsort von Johann Gottfried Herder (Besuch des Herder-Museums). Die anschließende zweistündige Schifffahrt auf einem interessanten Abschnitt des Ober­landkanals mit 2 schiefen Ebenen (Abschnitt Buczyniec-Jelonki) bietet die Möglichkeit zur professionellen Führung und zugleich Mittagsrast an Bord. Danach besuchen wir das nördlich von Markowo (Reichertswalde) gelegene Schloss Slobity (Schlobitten), das seit 1945 nur noch als Ruine existiert (kurze Visite des noch immer beein­druckenden Gebäudeensembles von außen). Die Anlage geht auf einen Stammsitz der Familie Dohna-Schlobitten aus dem Jahre 1525 zurück. Alexander zu Dohna-Schlobitten ließ das Vorgängergebäude 1696-1736 zu einem barocken Schloss umgestalten. Auf der weiteren Fahrt nach Westen queren wir wieder die Weichsel und erreichen unser bereits bekanntes Quartier in der Innenstadt von Danzig für 2 weitere Übernachtungen.

Morąg (14.000 Einw.): Im 13. Jh. übernahm der Deutsche Orden die aus Holz errichtete Prußenburg, 1340 wurde der Ort als Mohrungen erwähnt. Hier wurde am 25.08.1744 Johann Gottfried Herder (ab 1802 von Herder) geboren, einer des klassischen Viergestirns von Weimar (Wieland, Goethe , Schiller, Herder) geboren. 1762 ging er nach Königsberg, um Chirurg zu werden. Weder seine Geburtsstadt noch Eltern und Freunde sah er bis zu seinem Tod 1803 in Weimar jemals wieder. Das im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstörte Dohna-Schlösschen wurde bis 1986 wiederhergestellt und beherbergt heute ein Herder-Museum. 1945 hatten Brände die Stadt zu 45 Prozent zerstört. Vom mehrfach erneuerten gotischen Rathaus waren nur die Außenmauern übrig geblieben. Die Kriegsschäden wurden 1947-1954 beseitigt. Von der Ordensburg Mohrungen ist ein teilweise stark veränderter Flügel, von der Stadtbefestigung Reste erhalten.

Oberländischer Kanal: Die fünf Rollberge, auf denen die Schiffe zur Bewältigung des Höhenunterschieds von 99 m auf Schienenwagen über Land transportiert werden, gelten heute als touristische Attraktion. Sie sind als Standseilbahnen aus­gelegt, die von Wasserrädern angetrieben werden. Das Kanalsystem steht als technisches Bauwerk unter Denkmalschutz.

11. Tag: Danziger Häfen und Weichselmündung (mit dem Schiff)
Mit einem als Piratenschiff bezeichneten Segelschiff (nach historischem Vorbild nach­gebaut), geht es auf einen Ausflug auf der Mottlau (Motlawa) und der Weichsel vom Danziger Krantor ca. 45 Minuten durch die Danziger Häfen und entlang der riesigen Werften bis zur Mündung an der Westerplatte (kleiner Fußweg zum monumentalen Denkmal für die Verteidiger der Polnischen Küste an der Danziger Hafeneinfahrt) und zurück: Eine solche Fahrt war schon vor über 100 Jahren gefragt, als die Westerplatte noch ein Kurort mit Strandbad war. Inzwischen ist das Fahren mit einem Ausflugs­schiff eine beliebte Abwechslung. Danach besteht fakultativ die Möglichkeit, die Aus­stellung im Europäischen Solidaritätszentrum ECS (Europejskie Centrum Solidarności; Eintritt 5,- Euro), oder das Museum des Zweiten Weltkrieges zu besuchen. Abend­essen in der Innenstadt (fußläufig zum Hotel).

12. Tag: Danzig; Rückreise

Am Vormittag verbleibt noch etwas Zeit für ein gemütliches und ausgedehntes Frühstück und/oder für eigene Er­kundungen in Danzig bis zum Flughafentransfer. Flug mit LOT über Warschau nach Stuttgart (voraussichtlich 14:55-19:10 Uhr).

Änderungen vorbehalten (sollten Hoteländerungen notwendig werden, wird ein vergleichbares oder höherwertigeres Hotel eingesetzt)

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Detailliertes Reiseprogramm