im Land des Goldenen Vlieses - Georgische Impressionen

Überblick

1.-5. Tag: von Tiflis bis Telavi
6.-9. Tag: von Telavi bis Akhaltzikhe und Vardzia
10.-15. Tag: von Achalziche bis Batumi


Für Details und weitere Informationen klicken Sie bitte auf untenstehende Reiseabschnitte:

1.-3. Tag Anreise, Tiflis: Flug Stuttgart-Tiflis via Istanbul. Am 2. Tag Stadtgeographie von Tiflis mit Besichtigung aller wichtigen Sehenswürdigkeiten in der Altstadt, der Kolonialstadt und dem Avlabari-Stadtteil. 3. Tag: Tagesexkursion zur Bolnisi Sioni-Kirche, eine der ältesten christl. Bauwerke Georgiens, den eindrucksvollen Ausgrabungen um die Sioni-Basilika (7. Jh.) sowie zur mittelalterlichen Stadtwüstung Dmanisi hoch über dem Zusammenfluss von Mashavera und Phinezauri, eine der wichtigsten historischen Festungen Georgiens.

4. Tag Tiflis-Dawit Garedscha-Signaci: Besuch der Wehrmauerkirche Ninozminda und des Lavra-Klosters Dawit- Garedsha. Kleine Wanderung zum Höhlenkloster Udabno (äußerst sehenswerte Fresken) in der kargen und trockenen Steppenlandschaft nahe der azerbaidjanischen Grenze. Fahrt in die Gomboriberge nach Signagi.

5. Tag Signaci-Telawi: Mittelalterliche Festungsstadt Signagi. Alazani-Tal, Zentrum traditioneller georgischer Weinbaukultur am Fuße des Großen Kaukasus' (Besuch eines Weinguts mit Weinprobe). Georgskirche von Alaverdi.

6.-7. Tag Telawi-Gombori Pass-Mzcheta-Gudauri: Besichtigung der alten Hauptstadt Georgiens Mzcheta (UNESCO Welterbe); weiter zum Zhinvali-Stausee sowie zum Wehrkloster Ananuri und entlang der alten georgischen Heerstraße in die Bergwelt des Großen Kaukasus' nach Gudauri. 7. Tag: Tagesexkursion mit eindrucksvoller Fahrt über den Kreuzpass (2379 m) nach Kazbegi am Fuße des erloschenen Vulkans Kasbek (5047 m). Fahrt mit Geländefahrzeugen von Kazbegi zur Gergeti Dreifaltigkeitskirche und durch die imposante Dariali-Schlucht an der russischen Grenze.

8.-9. Tag Gudauri, Gori, Akhaltzikhe: Gori, Stalins Geburtsstadt mit Stalin-Museum. Höhlenstadt Uplistsikhe, einer der ältesten Siedlungen im Kaukasus. 9. Tag: Burg von Akhaltzikhe; Tagesexkursion nach Atskuri (imposante Burganlage) und zur Höhlenstadt Vardzia (UNESCO-Welterbe).

10.-11. Tag Borjomi-Kutaisi: Borjomi und Borjomi-Park, Klosterkomplex von Ubisi und die historische Altstadt von Kutaisi, dem Zentrum des antiken Kolchis. 11. Tag: Besuch des Gelati-Klosterkomplexes (UNESCO Welterbe) und der Bagratiden-Kathedrale. Ausflug zum Naturschutzgebiet um den Sataplia-Vulkan mit seiner vielfältigen Vegetation, versteinerten Dinosaurierspuren und mehr.

12.-13. Tag Mestia-Ushguli: Fahrt via Zugdidi (Dadiani- Palast) durch das Ingurital zum "Steintürme-Ort" Mestia in eine der entlegensten Ecken des Kaukasus (UNESCO-Welterbe). Mit Geländewägen nach Ushguli, einem "Museum unter dem Himmel des Kaukasus" (UNESCO-Welterbe), die höchstgelegene Dauersiedlung Europas. Grandiose Ausblicke, Wasserfälle und herrliche Landschaften.

14.-15. Tag Mestia-Batumi: die Route führt durch das Teebaugebiet Georgiens und entlang der Schwarzmeerküste nach Batumi (Stadtbesichtigung). Am Vormittag des 15. Tages zur Burg von Gonio, dem antiken Apsarus (3.Jh.); danach Transfer zum Flughafen. Heimreise.

1. Tag: Anreise

Flug von Stuttgart via Istanbul nach Tiflis. Ankunft am Nachmittag. Erste Eindrücke von Tiflis.

2. Tag: Tiflis (Tbilisi)

Stadtgeographie und Sehenswürdigkeiten von Tiflis (Weitgehend zu Fuß). Von der Metheki-Kirche und dem Vakhtang Gorgasali-Denkmal geht es per Seilbahn hinauf zur Narikala-Festung mit phantastischem Ausblick über die Altstadt von Tiflis und zum Bäderviertel mit Moschee und den natürlichen Schwefelquellen von Abanotubani. Neben der Altstadt (Gorgasalli-Platz, Synagoge, Sioni-Kirche, Glockenturm, alte Karawanserei, Schwatelistraße, Stadtmauer, Baratschwilistraße) und der Kolonialstadt führt die Route entlang des Rustaveli- Boulevards mit Regierungspalast und Rustavelitheater. Höhepunkt des Tages ist anschließend der Avlabari-Stadtteil (Königin-Ketevanplatz, Sameba-Komplex mit Kirche zur Heiligen Dreifaltigkeit). Dort klingt auch dieser interessante Tag bei einem gemütlichen Abendessen in einem traditionellen georgischen Restaurant aus. Übernachtung in Tiflis.

3. Tag: Tagesexkursion nach Dmanisi Sioni

Ein szenenreicher Ausflug von Tiflis aus führt zu den eindrucksvollen prähistorischen Ausgrabungen von Dmanisi Sioni (mit Museum). Der Fußweg zur 13 ha großen mittelalterlichen Stadtwüstung Dmanisi führt bis zur Sioni-Basilika (7. Jh.), herrlich gelegen auf einem Vulkanplateau hoch über dem Zusammenfluss von Mashavera und Phinezauri. Nachmittags Rückfahrt nach Tiflis. Übernachtung wie am Vortag.

4. Tag: Fahrt von Tiflis via David Garedzha nach Signagi

Wir verlassen Tiflis mit Tagesziel der Region Kachetien, dem wichtigsten Weinbaugebiet Georgiens. Unterwegs besuchen wir die Ruinen einer großen Wehrkirchenanlage aus dem 6. Jh. bei Ninotsminda auf der Hochebene des Achalkalaki-Plateaus und fahren durch trockene Steppenlandschaften zum Lavra- Kloster David Garedzha. Es liegt landschaftlich äußerst reizvoll hoch über der Steppe am Berg Udabno unmittelbar an der Grenze zu Aserbaidschan. Das älteste noch intakte Kloster Georgiens ist mehr als sehenswert und steht auf der Vorschlagsliste zum UNESCO-Welterbe. Die Umgebung des Klosterkomplexes fällt durch eine interessante Geologie und Landschaftsformung mit schräg gestellten Sediment-Gesteinsschichten auf, die für die Anlage des Klosters selbst eine große Rolle gespielt haben. Von hier aus führt uns ein steiler Wanderpfad zum hochgelegenen Höhlenkloster Udabno. Nach einem Picknick in einzigartiger Landschaft geht es, vorbei an der Burg Tchaijuri, in die Gomboriberge nach Signagi, einer schönen Kleinstadt in ebenso schöner Lage über dem Alazani-Tal. Übernachtung in Signagi.

5. Tag: Transfer von Signagi nach Telavi

Nach einem aussichtsreichem Bummel durch die Altstadt von Signagi führt uns der Tag von den Höhen der Gomboriberge hinab ins intensiv kultivierte und dicht besiedelte Alazani-Tal und zugleich ins Zentrum der traditionellen georgischen Weinbaukultur am Fuße des Großen Kaukasus. Der Besuch eines lokalen Weinbauernhofes bei Velistsikhe-Mukuzani (Weinprobe bei einer Bauernfamilie) und des Weingutes Schuchmann bei Kisiskhevi (Weinverkostung und Mittagessen) versetzt uns in die Welt der georgischen Winzer und offenbart die kulinarischen Besonderheiten der Region. Ein Spaziergang durch die mittelalterlichen Ruinen von Gremi, der alten Hauptstadt Kachetiens mit seiner gewaltigen hochgelegenen Kirchenburg, und die Besichtigung der Georgskathedrale von Alaverdi runden den erlebnisreichen Tag ab. Übernachtung in Telavi.

6. Tag: Fahrt von Telavi über den Gombori Pass und via Mzcheta nach Gudauri

Von Telavi geht es zurück über den Gombori-Pass nach Tiflis. Von dort führt uns die weitere Route Richtung Norden nach Mzcheta, der am Zusammenfluss von Kura und Aragvi gelegenen ehemaligen Hauptstadt Georgiens, die heute zu recht zu den UNESCO Welterbestätten zählt. Nach einem ausführlichen Rundgang mit Besichtigung der Sweti-Zschoweli-Kathedrale sowie der hochgelegenen Djuvarikirche führt unsere Route über Natakhtari zum Zhinvali-Stausee mit dem herrlich gelegenen Wehrkloster Ananuri. Entlang der alten georgischen Heerstraße geht es anschließend weiter in die Bergwelt des Großen Kaukasus bis nach Gudauri. Auch unter dem Namen Grusinische Heerstraße bekannt, ist diese Route aus den Erzählungen der Schriftsteller Puschkin, Lemontow und Dumas bekannt. Diese 213 Kilometer lange Fernstraße verbindet das russische Wladikawkas mit der georgischen Hauptstadt Tiflis. Dabei überwindet der ehemalige Karawanenweg nicht nur den 2379 Meter hohen Kreuzpass, sondern bietet auch Schwindel erregende Ausblicke ins Aragvital und führt zu herausragenden Ausflugszielen, wie z.B. die ehemalige Poststation Gudauri, die heute vor allem für ihr gut ausgebautes Skigebiet bekannt ist. Übernachtung in Gudauri.

7. Tag: Tagesexkursion nach Kazbegi

Eine landschaftlich äußerst eindrucksvolle Fahrt führt über den Kreuzpass auf die Südflanke der Kaukasus- Hauptkette nach Kazbegi (Stepanzminda) am Fuße des erloschenen Schichtvulkans Kasbek (mit 5.047 Metern der dritthöchste Berg Georgiens). Mit Geländefahrzeugen gelangen wir von Kazbegi auf die Höhen der Gergeti Dreifaltigkeitskirche, die wir von dort auf einem Fußweg mit schönem Blick auf die Berge und die Ortschaft Kazbegi erreichen. Bevor wir die Rückfahrt wieder über den Kreuzpass nach Gudauri antreten, geht es zurück nach Kazbegi und hinab durch die imposante Terek-Schlucht zur Baustelle des neuen Wasserkraftwerks an der georgisch-russischen Grenze. Übernachtung wie am Vortag.

8. Tag: Von Gudauri via Gori nach Akhaltzikhe

Früh am Morgen machen wir uns auf den Weg zurück über die georgische Heerstraße nach Gori, der Geburtsstadt von Stalin (Besuch des Stalin-Museums), herrlich gelegen an der Kura, dem größten Fluss des Kaukasus. Nach der Mittagspause bei/in Gori erreichen wir das nahe gelegene Uplistsikhe und erkunden auf einem Fußweg diese älteste Höhlenstadt Georgiens aus der Bronzezeit (UNESCO-Weltkulturerbe), die auch zu den ältesten Siedlungsplätzen des gesamten Kaukasus zählt. Danach führt unser Weg entlang der Kura via Borjomi in den von Nadelwäldern umgebenen Ort Akhaltzikhe. Übernachtung in Akhaltzikhe.

9. Tag: Tagesexkursion nach Vardzia

Der Tag beginnt mit einem Fußweg durch die Festungsanlage Rabat in Akhaltzikhe, Hauptort der Region Samzche-Dschawachetien. Dem Kura-Tal aufwärts folgend gelangen wir über Khertvisi mit seiner imposanten Burganlage über der Kura zur einmaligen Höhlenstadt Vardzia, die wir auf einem längeren Fußweg durchwandern wollen. Dieses Kulturdenkmal wurde im 12. Jh. als Grenzfestung gegen Türken und Perser in eine vulkanische Tuff-Wand des Eruschetis-Berglandes über der Kura gegraben (UNESCO- Welterbe). Hier lebte die georgische Königin Tamara mit ihrem Gefolge, als die Festung ihr während eines militärischen Konflikts mit den Seldschuken (1193-1195) Unterschlupf bot. Übernachtung wie am Vortag.

10.Tag: Transfer von Achalziche über Borjomi nach Kutaisi

Morgens Fahrt via Atskuri mit seinem gewaltigen Burgfelsen über der Kura nach Borjomi, dem ehemals begehrtesten Kurort der Sowjetunion, und Spaziergang durch den Borjomi Kur-Park mit seinen bekannten Mineralwasserquellen. Die Route führt uns weiter über den Rikotis-Pass, zum Dzirula-Fluss (Mittagsrast) und zum mittelalterlichen Klosterkomplex von Ubisi. Das Kloster, mit Bauteilen aus mehreren Jahrhunderten, beeindruckt mit Wandmalereien aus dem 13.-15. Jh.. Weiter geht es zum Industrieort Zestaponi. Dort werden Erze aus der nahe gelegenen Bergbaustadt Tschiatura weiterverarbeitet. Jedoch sind inzwischen viele dieser Fabriken stillgelegt und verfallen oder arbeiten nur auf einem Bruchteil ihrer Kapazität. Zahlreiche eindrucksvolle Industrieruinen am Rande der Stadt zeugen von der einstigen wirtschaftlichen Größe. Ziel des heutigen Tages ist Kutaisi, mit rund 200.000 Einwohnern zweitgrößte Stadt Georgiens. Als klassische Pfortenstadt liegt Sie am Ausgang des Flusses Rioni zur Kolchischen Tiefebene. Kutaisi ist das wirtschaftliche und und kulturelle Zentrum West-Georgiens. Seit Mai 2012 tagt das Parlament Georgiens in einem neu errichteten spektakulären Gebäude in Kutaissi. Erster Rundgang durch die sehenswerte koloniale (zaristische) Altstadt und Beziehen des Quartiers für die nächsten Übernachtungen.

11. Tag: Kutaisi und Ausflug in den Sataplia Naturpark

Vormittags ausführliche Besichtigungen in und bei Kutaisi, der Hauptstadt des antiken Kolchis, das bereits in der Argonautensage erwähnt ist. Neben der Bagratiden-Kathedrale und der Ukimerioni-Burg ist das Gelati- Kloster besonders sehenswert. Am Nachmittag geht es zu einem Rundgang in den Sataplia Naturpark: Vor Millionen von Jahren befand sich in der Rioni-Niederung, 9 km nordwestlich von Kutaisi, eine Meeresbucht, an dessen Ufer bei der Nahrungssuche eine Herde von gigantischen Dinosauriern vorbeizog und tiefe Spuren im Uferschlamm hinterließ (Museum). Heute befindet sich hier um den erloschenen Vulkan Sataplia ein Naturschutzgebiet mit Buchsbäumen, kaukasischen Buchen, Kirsch-Loorbeerbäumen und Dselkwa- Bäumen. Eine naturkundliche Wanderung führt über Waldwege mit herrlichem Blick über die Landschaft der Kolchis bis in die Tiefe des Berges und in eine beeindruckende Tropfsteinhöhle. Übernachtung wie am Vortag.

12. Tag: Mestia

Der Bus bringt uns via Zugdidi (Visite: Dadiani-Palast und Park) durch das Ingurital vorbei am Jvaris-Stausee mit dem größten Wasserkraftwerk Georgiens nach Mestia in eine der entlegensten Ecken des Kaukasus auf 1500 m Höhe. Der Ort gehört wegen seiner Steintürme zum UNESCO-Welterbe. Etwa 14.500 Menschen leben auf dem Territorium der gleichnamigen Munizipalität Mestia, die ganz Oberswanetien umfasst, davon leben etwa 2600 in Mestia selbst (2009). Die Stadt wird überwiegend von Swanen bewohnt, einer eng mit den Georgiern verwandten ethnischen Gruppe. Mestia ist Partnerstadt der italienischen Stadt San Gimignano (Toskana) und wird derzeit zum Tourismuszentrum Oberswanetiens ausgebaut. Abendessen und Übernachtung in Mestia.

13. Tag: Tagesausflug nach Ushguli

Ein Ausflug mit Geländewagen führt uns nach Ushguli, einem Freilicht-Museum unter dem Himmelsdach des Kaukasus (Weltkulturerbe). Grandiose Ausblicke, Wasserfälle und herrliche Landschaften verzaubern jeden Besucher. Durch seine abgelegene Lage ist Svanetien lange Zeit unberührt geblieben. Uschguli, das märchenhafte Dorf auf ca. 2200 Meter über dem Meeresspiegel, gilt als die höchstliegende dauerhaft bewohnte Siedlung Europas. Übernachtung wie am Vortag.

14. Tag: Tagesfahrt an der Küste des Schwarzen Meeres bis nach Batumi

Zurück via Poti und Ozurgeti durch die Rioni-Ebene geht es quer durch die Teeanbaugebiete Georgiens und entlang der Küste des Schwarzen Meeres über Kobuleti in die Hafenstadt Batumi. Vielleicht bleibt noch Zeit für eigene Erkundungen oder einen Spaziergang entlang des berühmten Primorski Boulevard am Strand von Batumi. Übernachtung in Batumi.

15. Tag: Batumi – Abflug

Fußexkursion durch die inzwischen restaurierte „Altstadt“ von Batumi. Nach dem Mittagessen unternehmen wir zum Abschluss einen kleinen Ausflug zur Burg von Gonio, dem antiken Apsarus, einem gut erhaltenen römischen Lager aus dem 3. Jh., ehe wir den Transfer zum Flughafen antreten und von Batumi via Istanbul nach Stuttgart fliegen.

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Detailliertes Reiseprogramm