Impressionen vom Dach Afrikas

Überblick

1.-8. Tag: Addis Abeba, Abiata-Shala Nationalpark und Bale Mountains
9.-15. Tag: von Bahir Dar am Tanasee durch die Simien Mountains bis Axum
16.-21. Tag: von Negash nach Lalibela und zurück nach Addis Abeba

 

Für Details und weitere Informationen klicken Sie bitte auf untenstehende Reiseabschnitte:

1. Tag: Flug von Frankfurt nach Addis Abeba (Ankunft in Addis Abeba voraussichtlich am Morgen des nächsten Tages).

2. Tag: Ankunft in Addis Abeba und Transfer zum Hotel in Addis Abeba. Am späteren Vormittag Rundfahrt durch die Hauptstadt Äthiopiens (3,5 Mio. Ew.) auf einer Höhe zwischen 2.200 und 3.000 m sowie Ausflug zum Mount Entoto.

3. Tag: Fahrt zur Awash-Schlucht bei Melka Kunture und zur archaischen Felsenkirche Bet Adadi Meryam, anschließend zu den Stelenfeldern von Tiya.

Über Butajira führt die Route hinab durch die Termiten-Savanne der Ostafrikanischen Grabensenke des Rift Valleys nach Ziway (Mittagessen) und durch das nördliche Seengebiet zum Abyata- und Shalasee (Nationalpark): vor allem Pelikane, Flamingos, der afrikanische Fischadler, Kormorane und viele andere Vogelarten tummeln sich an den Ufern der beiden Seen. Am Nord-Ost-Ufer des Shalasees stößt man außerdem auf zahlreiche kleine heiße Quellen.

Übernachtung im Naturparadies des Lake Langano mit einem schönen Blick über den goldbraunen See und seine Vulkaninseln.

4. Tag: Über Shasheme, Kofele und Adaba erfolgt eine längere, sehr eindrucksvolle Fahrt nach Goba am Nordosthang der Bale Mountains.

Die Fahrt in das Gebiet der Bale Mountains ist für sich alleine genommen schon eine Reise nach Äthiopien wert. Immer wieder spektakulär sind die Gebirgsformationen, die man auf dem Weg in das 2600 m hoch gelegene Goba durchquert.

Übernachtung in Goba.

5. Tag: Der Ausflug in den Bale-Mountains National Park, über das 4100 m hohe Sanetti-Plateau, führt über die höchstgelegene Allwetterstraße Afrikas und ist ein Höhepunkt der Reise. Die Bergwelt des Parks ist mit üppigen, z.T. alpinen Pflanzen bestanden, im Herbst blühen unzählige Blumen (die beste Zeit, den Nationalpark zu besuchen, ist die Blütezeit von Ende Oktober bis Dezember).

Hier ist die Heimat des äthiopischen Wolfs und des vom Aussterben bedrohten Berg-Nyala, weiterhin leben hier Steinböcke, Antilopen, Affen und zahlreiche Vogelarten, u.a. der Berg-Kranich.

Man passiert diverse Hochlandseen und erreicht den Gipfel des 4337 m hohen Mount Batu. Danach geht es in leicht absteigender Fahrt zur spektakulären Harena-Stufe (falls das Wetter es zulässt).

Übernachtung wie am Vortag.

6. Tag: Die Rückfahrt aus den Bale-Bergen nach Nazareth führt über das Getreideplateau des Arsi-Hochlandes, das an englische Landschaften erinnert, und wo eine Schweizer Stiftung (Green Ethiopia) durch Gewährung zinsloser Kleinkredite an Bauern, durch Finanzierung von Kartoffelanbau und einfacher Bewässerung, sowie mit Nutz-, Transport- und Arbeitstieren versucht, die Not der Landbevölkerung zu lindern.

Über Asela und Bekoji fahren wir anschließend wieder hinab ins Rift Valley und erreicht Adama (Nazareth), das Quartier für diese Nacht.

7. Tag: Von Nazaret aus geht es zu den nahen Kraterseen bei Debre, bevölkert mit zahlreichen Wildvögeln: zum Green Lake (so genannt wegen seiner grünen Algen), zum blauen Lake Hora und zum, von steilen Felshügeln umgebenen, Lake Bishoftu (Mittagessen). Nachmittags kehren wir zurück nach Addis Abeba (Übernachtung in Addis Abeba).

8. Tag: Von Addis Abeba führt ein Tagesausflug nach Norden zur imposanten Mugaschlucht mit dem Wasserfall von Durba. Hier trifft man bisweilen auf Gelada-Paviane, die wegen ihrer zerzausten Mähne und den buschigen Schwanzenden auch als Löwenaffe bezeichnet werden.

Weiter geht es nordwärts zur portugiesischen Brücke bei Fiche (Mittagessen) und zu einem der wichtigsten Klöster Äthiopiens, Debre Libanos, mit Ausblick auf die Schlucht des Tschirett Rivers.

Das Kloster am Rande der Schlucht, 1286 als Debre Asbo gegründet, ist Zentrum der äthiopisch-ortodoxen Kirche. Das Kloster wurde im 16. Jh. zerstört und nach dem 2. Weltkrieg auf Veranlassung von Kaiser Haile Selassie durch moderne Gebäude ersetzt.

Übernachtung wie am Vortag.

9. Tag: Am frühen Vormittag Flug nach Bahar Dar am Tana-See. Es folgt ein Ausflug zu den eindrucksvollen Fällen des Blauen Nil bei Tis Issat, die man von dort auf einem kleinen Fußweg über die (andere) portugiesische Brücke und durch ein kleines Dorf erreicht.

Mit einer kurzen Bootsfahrt über den Nil geht es zurück zum Dorf Tis Issat und von dort nach Bahir Dar (Übernachtung).

10. Tag: Ein ganztägiger Bootsausflug führt zu einigen der zahlreichen bekannten Kirchen und Klöstern auf den fast 40 Inseln des Tana-Sees, von denen manche für Frauen verboten sind.

Wir besuchen u.a. die berühmten, aus dem 14. Jh. stammenden Rundkirchen von Ura Kidane Meheret mit ihren grasbedeckten Dächern, einmaligen Fresken, kunstvollen Wandmalereien sowie den Weihekreuzen, Kronen und Gewändern der früheren äthiopischen Kaiser und Azua Mariam auf der Halbinsel Zeghie. Die Fahrt führt abschließend auch nach Bet Selassie auf der Insel Narga. Übernachtung wie am Vortag.

11. Tag: Früh am Morgen geht es von Bahir Dar über den Blauen Nil via Synfelema, einem Zentrum des Chat-Anbaus in Äthiopien, und Werota durch die Karra-Gedam-Berge zunächst zur Burg Gouzara bei Emfraz, einem der ältesten Zeugnisse regionaler Palastarchitektur.

Falls es die Umstände vor Ort zulassen Ausflug zur Stadtwüstung Alt Gorgora bei Gorgora (mit dem Boot), der ersten festen Hauptstdat des neuzeitlichen Äthiopien. Am Abend erreichen wir Gondar (Übernachtung).

12. Tag: Auf einer ganztägigen Besichtigung lernen wir die Relikte der ersten Palaststadt des neuzeitlichen Äthiopischen Reiches kennen: die Kaiserpfalz von Gondar mit Sängerhaus, Palastbauten, Kanzlei und Bibliothek, das Bad des Fasilides, die Debre Berhan Selassie-Kirche, Palast und Kloster der Kaiserin Mentuhab sowie die Handwerksstätten für äthiopische Falasha-Tonfiguren und Relikte einer jüdischen Gemeinde in Gondar.

Übernachtung wie am Vortag.

13. Tag: Von Gondar geht die Reise nach Norden weiter über das Hochland nach Debark. Von dort führt ein Abstecher über die Hochplateaus der westlichen Simien-Berge in den Simien-Nationalpark, mit seiner eindrucksvoller Landschaft.

Weite Hochplateaus wechseln sich hier mit steil abfallenden Schluchten ab, und es wird deutlich, warum dieses Land auch als das Dach Afrikas bezeichnet wird: Viele Gipfel des Simien-Gebirges erreichen über 4000 m Höhe (Ras Dashen 4620 m, höchster Berg Äthiopiens und vierthöchster Afrikas).

Übernachtung im Simien-Nationalpark (3.260 m über dem Meeresspiegel).

14. Tag: Zurück auf der Hauptstraße geht die Route weiter zum Rand des Semien-Plateaus zum Wolkefit-Pass (3100 m) und über eine fantastische Panoramastrecke, Zeugnis italienischer Alpen-Straßenbaukunst, durch die nordwestlichen Ausläufer der Simien-Berge via Adi Arkay hinunter durch die Schlucht des Takazze/Tekeze River, dann wieder hinauf nach Shire (Inda Silase) - ein einmaliges landschaftliches Erlebnis.

Über die Hochflächen von Tigre erreicht man am Nachmittag das etwa 2100 Meter hoch gelegene Axum (Übernachtung).

15. Tag: Auf einer ganztägigen Besichtigung erfahren wir manches über die frühere Hauptstadt des Königreichs von Axum. Gegründet um 1500 v. Chr., von nach Ost-Afrika eingewanderten semitischen Stämmen, gilt Axum, an der Kreuzung alter Handelswege von Afrika nach Asien, als Ursprungsort äthiopischer Geschichte und Kultur. Axum wurde in der Mitte des vierten Jahrhunderts eine der ersten christlichen Hauptstädte des mächtigen axumitischen Reiches.

Sie besuchen das Stelenfeld, die Schatzhäuser, die Mai Schum-Zisterne, die Ezana-Inschrift, die Königsgräber, den Palast der Königin von Saba, die Löwin von Gobodura, die Maria Zion-Kirche, wo die aus Jerusalem entwendete Bundeslade mit den Gesetzestafeln aufbewahrt sein soll, u.v.m.

Übernachtung wie am Vortag.

16. Tag: Am frühen Morgen erreichen wir im Vulkanbergland von Adwa die sabäischen Tempelruinen von Yeha, das Zentrum der frühesten Zivilisation in Nord-Äthiopien.

Mit eindrucksvollen Ausblicken über die Adwa-Berge geht es dann hinunter nach Adigrat und über Hochflächen und Gebirgsstufen des östlichen Tigray zur Ahmet Negash Türbe und Grabmoschee in Negash, bekannt als die früheste Moschee in Äthiopien.

Der Ort gilt als einer der bedeutendsten islamischen Wallfahrtsorte Äthiopiens. Hier in Negash sollen Anhänger des Propheten Mohammad im frühen 7. Jahrhundert Schutz vor Verfolgung gefunden haben. Zudem wurde ein Friedhof aus dem 7. Jahrhundert dort ausgegraben.

Am Nachmittag erreichen wir, nach einem weiteren Abstecher von Wukro zur Abraha Asbaha-Felsenkirche (mit schönen Malereien aus dem 4. Jh.), die Hauptstadt von Tigre: Mekele (Übernachtung).

17. Tag: Die lange, dramatisch gebirgige Fahrstrecke (über 300 km) zwingt zu sehr frühem Aufbruch. Durch offenes Hügelland erreichen wir zunächst die knapp 4000 m hohen Adijin-Berge und den Ambalage-Pass (3000 m).

In Adwa (1895/96) wurde, mit dem Sieg bei Ambalage, den frühen Kolonialinteressen Italiens an Äthiopien nach dem Vertrag von Wuchale (1889), durch die Truppen Meneliks und seiner Frau Taitu mit einer empfindlichen Niederlage (Tod von ungefähr 2000 Italienern) zunächst eine Grenze gesetzt.

Die kurvenreiche Gebirgstrecke führt von Becken zu Becken und erreicht bei Maychew den Ashengi-See, bekannt für das Massaker der italienischen Truppen an den geschlagenen Resten der kaiserlichen Garde während des Kolonial-Feldzugs des faschistischen Italiens gegen Äthiopien im Jahre 1936, was zur Flucht Haile Selassis ins Exil führte.

Weiter durch die Alamata-Berge erreicht man Kobbo. Die nach Lalibela durch das zum Aboye Massiv zählende Hochland von Lasta (Dach von Äthiopien) gehört mit zum Spektakulärsten, was das Land zu bieten hat.

Übernachtung in Lalibela.

18. und 19. Tag: Die nächsten beiden Tagen bringen den absoluten Höhepunkt der Reise: Lalibela oder Neu-Jerusalem - heilige Stadt, Wallfahrtsort und Weltkulturerbe.

Abgelegen auf 2600 m Höhe, begann man im 12. Jahrhundert unter dem Zagwe-König Lalibela, mehrstöckige Kirchen in die rote Basaltlava zu meißeln: die Felskirchen von Lalibela.

Die ganztägigen Besichtigungen machen mit den meisten Bauten vertraut: mit Bete Medhanialem, Bete Mariam, Bete Denagel, Beta Meskal, Bete Ghiorgis, Bete Gabriel, Bete Rufael, Bete Marquorios, Bete Emanuel und mit der Doppelkirche von Bete Debre Sina und Bete Michael.

Die originale Ausstattung der Felsenkirchen mit Gemälden, Fresken und Handschriften ist noch in vielen Teilen erhalten.

Übernachtungen wie am Vortag.

20. Tag: Flug von Lalibela nach Addis Abeba: Eine kleine Stadtrundfahrt mit Besuch des Mercato, Afrikas größtem Marktplatz, beendet die Rundreise über das Dach Afrikas. Übernachtung Addis Abeba.

21. Tag: Rückflug von Addis Abeba nach Frankfurt.

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Detailliertes Reiseprogramm