von West nach Ost – Lebensfreude pur!

Überblick

1.-3. Tag: Anreise; Havanna

4.-5. Tag: der Westen

6.-8. Tag: Zentralkuba, Cienfuegos bis Camagüey

9.-12. Tag: der Osten

13.-15. Tag: gemütlicher Ausklang; Rückreise

Übernachtungen: 3 x im Hotel ****NH Capri in Havanna oder vergleichbar

1. Tag: Anreise nach Kuba

13:50 Uhr* Direktflug mit Condor von Frankfurt nach Havanna. 18:50 Uhr* Ankunft in Havanna, Transfer zum Hotel und Abendessen in Havanna.

* die Flugzeiten können sich in Abhängigkeit vom Flugplan noch verändern

2. Tag: La Habana – Havanna der Kolonialzeit

Zu Fuß durch die Gassen und über die Plätze von Alt-Havanna, u.a. mit Plaza de Armas, Templete, Palast der Generalkapitäne, Kathedralenplatz, Plaza Vieja. Wir blicken dabei, u.a. bei einem Besuch in einer Zigarrenfabrik, auch hinter die Kulissen der Metropole. Daneben stehen das Havanna Club Rum Museum (mit kleiner Rum-Verköstigung) und das Museum Capitanes Generales auf dem heutigen Programm. Für das Abendessen ist ein lokales Restaurant vorgesehen.

Havanna: Mit 2,2 Mio. Einwohnern ist Havanna nicht nur mit Abstand die größte Stadt Kubas, sondern auch die viert­größte der Karibik. Koloniale Prachtbauten, monumentale Denkmäler, moderne Architektur neben ramponierten Straßen, verfallenen Villen und maroden Plattenbauten machen Havanna zu einer der sehenswertesten und beeindruckendsten Städte Lateinamerikas, zu einer Stadt der krassen Gegensätze, mit seinen freundlichen und hilfsbereiten Menschen, die es verstehen zu feiern, zu einer weltoffenen Stadt – zur Perle der Karibik.

Von der Geographie begünstigt, liegt Havanna am größten Naturhafen der Karibik, geht die Gründung auf das Jahr 1519 zurück. Schnell entwickelte sich Havanna zu einem bedeutenden Hafen der Spanier. 1607 löste es Santiago als Haupt­stadt ab. Nach elfmonatiger Besatzung durch die Engländer im Jahre 1762, ging Havanna 1763 am Ende eines sieben­jährigen Krieges wieder an die spanische Krone. 1818 zum Freihafen erklärt, blühte Havanna erneut auf. Nachdem die Spanier 1898 vertrieben worden waren, konnte sich Kuba dem wachsenden Einfluss der USA nicht entziehen. Es brach ein wahrer Bauboom aus – während den1930er Jahren entstanden die ersten Hotels, Casinos und Nachtclubs für Prohi­bition gebeutelte US-Amerikaner, die das Nachtleben Havannas nachträglich beeinflussen sollten. Nach der Machtüber­nahme durch Fidel Castro 1959 war die einstige Pracht dem Verfall preisgegeben. Erst als die neuen Machthaber das historische Zentrum 1976 zum nationalen Denkmal und die UNESCO die Altstadt 1982 zum Welterbe erklärten, rückte das historische Erbe wieder in den Mittelpunkt des Interesses.

Neben der Altstadt (Havanna-Vieja), die mit erheblichen finanziellen Mitteln teilsaniert wurde, laden die Stadtviertel Centro, Vedado und Miramar zu vielseitigen Entdeckungen ein. Unterschiedlicher können diese Stadtbezirke dabei kaum sein. Während Havanna-Vieja mit seinen einladenden Plätzen vom viertgrößten Gebäude der Welt, dem Capitolio Nacional überragt wird (mit einer Fläche von 38.875 m² im Jahr 1929 eingeweiht) und mit prachtvollen Bauten von der Blütezeit der Stadt erzählt, liegt die Malecón, die berühmteste Straße und Lebensader der Stadt im angrenzenden Bezirk Centro. Vedado ist das wirtschaftliche Zentrum Havannas. Mit den meisten Theatern, Restaurants, Bars und Nachtclubs trifft man hier nicht nur auf quirliges Nachtleben, sondern auch auf die Universidad de la Habana (1721). Im Viertel Miramar, treffen Besucher auf breite Prachtstraßen, Strandabschnitte und Nobel-Villen der jüngeren Vergangenheit, nachdem die Wohlhabenden in den 1930er bis 1950er Jahren dieses Viertel für sich entdeckt hatten.

3. Tag: modernes Havanna

1901 wurde mit dem Bau der Uferpromenade Malecón begonnen, die entlang der Küste von der Altstadt nach Westen bis zum Stadtteil El Vedado führt. Zu ihren repräsentativen Bauwerken zählen einstige Luxushotels, zahl­reiche Denkmäler und die Botschaft der USA. In Vedado beeindruckt das heutige moderne Stadtzentrum u.a. mit dem Hotel Nacional von 1930, der Avenida de los Presidentes und der Plaza Revolución - mit 72.000 m² größter innerstädtische Platz Kubas mit dem Monument für den Nationalhelden Jose Marti. Im Gegensatz zur Altstadt dominieren hier Bauten des Art Déco und der klassischen Moderne. Über die Quinta Avenida erreichen wir Miramar, das ehemalige Viertel der Oberschicht und unternehmen eine Stadtrundfahrt mit nostalgischen Oldtimern. Besuch des bekannten Künstlers Josè Fuster. Der monumentale Friedhof Cristóbal Colón, mit 56 Hektar und 20 km Straßennetz, über 52.000 Familiengrabstätten, Mausoleen, Grabkapellen und rund 1 Million Bestatteten, steht seit 1987 als Nationaldenkmal unter Schutz. Abendessen in einem lokalen Restaurant mit live Musik.

Josè Fuster: 1946 als Sohn einer Arbeiterfamilie geboren, arbeitet als freier Künstler seit 1966, besuchte Europa, wo ihn die Werke Antoni Gaudies und Pablo Picassos beeinflussten, und lebt seit 1980 in Havanna, wo er besonders durch seine farbenfrohe Gestaltung der Architektur bekannt ist.

Übernachtungen: 1 x in Privathäusern in Viñales, 1 x im Hotel ***Villa Guama im Zapata N.P.

4. Tag: von Havanna über Soroa ins Valle de Viñales im Westen Kubas

Die Fahrt von Havanna führt zunächst durch Palmen- und Kiefernwälder nach Soroa mit seinem Orchideengarten (UNESCO-Biosphärenreservat). Auf der Weiterfahrt nach Viñales unterbrechen wir die Fahrt erneut und besuchen einen einheimischen Tabakbauern in seiner Plantage, um mehr über den Tabakanbau und die Produktion von Zigarren für den einheimischen Konsum zu erfahren. Der Westen der kubanischen Hauptinsel wird durch eine faszinierende tropische Karstlandschaft mit zahlreichen Kalkkuppen und Dolinen, dazwischen liegenden Plan­tagen und ausgedehnten Höhlensystemen charakterisiert. Das größte Höhlensystem der Gran Caverna de Santo Tomás ist nicht ausgebaut, weshalb wir die gut erschlossene Cueva del Indio (mit kleiner Flussfahrt) besuchen und die tropische Karstlandschaft (UNESCO-Welterbe) zum Thema haben werden. Nach einer Stadtrundfahrt in Viñales essen wir dort auch zu Abend.

Soroa: 74 km westlich von Havanna befindet sich das älteste UNESCO-Biosphärenreservat der Provinz (seit 1985). Die größte Attraktion des kleinen Ortes ist das Orquideario, ein 35.000 m² großer, vom kanarischen Einwanderer Tomás Felipe Camacho 1943-1952 gegründete Orchideengarten, wurde mit über 700 Arten aus aller Welt angelegt.

Valle de Viñales: Der Westen besticht durch die schönsten Landschaften des Landes. Im Tal von Viñales ist es die atemberaubende Karstlandschaft, die mit ihren Karstkegeln (Mogoten) und Höhlen ebenso besticht wie das üppige Grün der tropischen Vegetation, was die UNESCO veranlasste, 1999 ein Areal von 132 km² zum Welterbe zu ernennen.

Gran Caverna de Santo Tomás: Südwestlich von Viñales erstreckt sich mit über 46 km Gesamtlänge das größte Höhlensystem von Kuba. Obwohl sich die Höhlen auf sieben Stockwerken erstreckt, ist die 1954 entdeckte Höhle weniger das Ziel von Touristen als von Forschern. Es gibt kein elektrisches Licht und Besucher müssten entsprechend ausgerüstet sein, um die Hohlräume, die durch den unterirdischen Fluss Santo Tomás geschaffen wurden, zu erkunden.

Cueva del Indio: Die gut erschlossene Höhle wurde 1920 entdeckt und ist heute die bekannteste Höhle im Nationalpark von Viñales. Durch die 4,5 km lange Höhle geht es zunächst zu Fuß, dann mit kleinen Motorbooten.

Pinar del Río: Die 1669 gegründete Stadt ist mit heute fast 200.000 Einwohnern Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. In einer Höhe von nur 60 m über dem Meer wird sie mit rund 80% der gesamten Produktion auch als die Tabakhauptstadt bezeichnet. Kurz nach der Revolution galt sie als die ärmste Region Kubas – heute als die wohlhabendste.

5. Tag: Zapata-Halbinsel – Mangrovenwälder und Paradies endemischer Tierarten

Von Viñales fahren wir nach Osten zur Zapata-Halbinsel mit ausgedehnten Mangrove-Wäldern im größten Feucht­gebiet der Karibik, Heimat zahlreicher endemischer Tier- und Pflanzenarten. Stopps sind u.a. in Fiesta Campesina, Cueva de los Peces (Möglichkeit zur Erkundung der Unterwasserwelt an der Schweinebucht) und zum Besuch einer Krokodilfarm bei Guama (Zucht der endemischen Rautenkrokodile, die sonst vom Aussterben bedroht sind’’) vorgesehen. Unsere Unterkunft inmitten der Zapata-Halbinsel und der einzigartigen Mangrovenlandschaft erreichen wir am späteren Nachmittag.

Península de Zapata: Die in ihrer Form an den Umriss eines Schuhs (Zapata) erinnernde Halbinsel beheimatet im größten Feuchtgebiet der Karibik den Nationalparks Ciénaga de Zapata. Naturfreunde, die sich hier ein paar Tage aufhalten, kön­nen mehr als 900 Pflanzenarten, von denen rund 100 endemisch sind, d.h. nur in Kuba vorkommen, antreffen. Außer­dem fast 200 Vogelarten, darunter Kolibris, Papageien und den Tocororo, den kubanischen Nationalvogel. Zu den 30 Reptilienarten zählt das kubanische Krokodil, das größte Säugetier der Region ist das bis zu 4,50 m lange Manatís (Trichechus manatus, aus der Familie der Seekühe).

Mangrove: Das Ökosystem der Mangrove wird von Wäldern salztoleranter, immergrüner Baumarten im Gezeitenbereich gebildet und erstreckt sich von den Tropen bis in die warmen Subtropen. In den Mangroven Amerikas sind nur 8 Baumarten heimisch, sie sind aber Lebensraum für zahlreiche hoch spezialisierter Lebewesen sowie Laich- und Aufwuchsgebiete für Fische, Krebse und Garnelen, von den sich wiederum eine große Vogelschar ernährt.

Cueva de los Peces: mit 72 m die tiefste Cenote auf Kuba; das Dach der Karsthöhle mit Grundwasserzugang ist eingestürzt (= Einsturzdoline), sodass Tageslicht vorhanden ist

Invasion in der Schweinebucht: Mit Unterstützung der USA landeten am 14. April 1961 rund 1.500 Exil-Cubaner bei Playa Girón. Die Invasion scheiterte jedoch nach nur 72 Stunden, 1197 Angreifer gerieten in Gefangenschaft.

Übernachtungen: 1 x in Privathäusern in Trinidad, 1 x im Hotel **(+)Rancho Hatuey in Sancti Spíritus,
1 x Hotel ***(+)E Santa María in Camagüey oder vergleichbar

6. Tag: Cienfuegos und Trinidad

Von der Zapata-Halbinsel und der Schweinebucht geht es heute zunächst an die Bahía de Cienfuegos mit der gleich­namigen Stadt (UNESCO-Welterbe) aus der spanischen Kolonialzeit. Anders als andere kubanischen Städte wirkt Cienfuegos eher französisch, weil sich nach dem Sklavenaufstand von 1791 in Haïti die von dort geflohenen Fran­zosen hier niedergelassen haben. Bei der stadtgeographischen Führung steht das alte Zentrum mit dem José-Martí-Platz, Palacio del Valle, Thomas-Terry-Theater und Punta Gorda auf dem Programm. Nach einer Gelegen­heit zur Mittagspause erreichen wir nach gut einer Stunde Fahrt entlang der Karibikküste südöstlich der Sierra Escambray das alte Trinidad. Die bereits 1988 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommene Stadt gilt als „lebendiges Freilichtmuseum, architektonisches Juwel, Cubas Schmuckkästchen (…) und jede einzelne dieser Beschreibungen ist zutreffend“ (Ziegler 2011: Cuba. - Erlangen). Die am besten erhaltene Kolonialstadt Kubas ist mit heute rund 70.000 Einwohnern nach wie vor beschaulich. Bei einem ausgiebigen Rundgang besuchen wir u.a. das Museum Romántico im Palacio Brunet (mit Führung), das Casa de la Trova und gönnen uns einen Cocktail in der bekannten Canchanchara. Abendessen in Trinidad und Übernachtung in privat geführten Pensionen.

Cienfuegos: Die Perle des Südens, wie die 160.000-Einwohner-Stadt gerne bezeichnet wird, zählt nicht nur zu den schönsten Städten der Insel, sondern auch zu den gepflegtesten. Die meisten historischen Sehenswürdigkeiten sind fußläufig rund um den zentral gelegenen Parque Martí zu erreichen. 1819 von französischen Siedlern aus Bordeaux und Louisiana gegründet, besitzt die, später nach dem spanischen General José Cienfuegos benannte Stadt, auch den ein­zigen Triumphbogen Kubas, der an die Unabhängigkeit erinnert. Zu den prächtigen Kolonialbauten gehören u.a. das Theater, die Kathedrale (1833-1869 im neoklassizistischen Stil errichtet) und zahlreiche Paläste.

Sierra Escambray: Das dünn besiedelte Gebirge (bis 1150 m hoch, Pico de San Juan) war zur Batista-Zeit Rückzugsort der Rebellen unter Fidel Castro, nach der Revolution bis 1969 für die von der CIA unterstützten anti-Castro Rebellen.

Trinidad: 1514 von Diego Velázquez gegründet, ist Trinidad der drittälteste Ort der Kolonialgeschichte Kubas. Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Trinidad und seine Umgebung zum wichtigsten Zuckerrohrproduzenten Kubas. Wäh­rend und nach dem Unabhängigkeitskrieg verlagerte sich die Zuckerindustrie jedoch mehr in den Westen der Insel (u.a. nach Cienfuegos) womit Trinidads Blütezeit vorbei war. Der Stadt blieben jedoch die hochherrschaftlichen Paläste, die barocken Kirchtürme und die roten Ziegeldächer, die bis heute unverändert sind und die Zeit wie stehen geblieben wirken lässt. Rund um den zentralen Platz (Plaza Mayor) gruppieren sich die wichtigsten Einrichtungen mit der Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit, in alten Kolonialgebäuden untergebrachten Museen und Galerien.

7. Tag: von Trinidad über das Valle de los Ingenios nach Sancti Spíritus

Erst am frühen Nachmittag fahren wir durch das Valle de los Ingenios nach Sancti Spíritus. Im kolonialen Zuckerrohr­zentrum aus der Zeit der Sklavenhaltung besuchen wir zunächst den zur Überwachung der Sklaven errichteten Turm Manaca Iznaga und anschließend das aufschlussreiche Freilichtmuseum der ehemaligen Zuckerfabrik. Anschließend folgt in Sancti Spíritus ein Stadtrundgang mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten, wie z.B. die einzige erhaltene Brücke aus der Kolonialzeit, die Yayabo-Brücke, der Kirche vom Heiligen Geist, die zu den ältesten des Landes gehört, und der Kirche Unserer Lieben Frau. Abendessen und Übernachtung in Sancti Spíritus.

Valle de los Ingenios und Torre Manaca Iznaga: Das Tal der Zuckermühlen, das zusammen mit Trinidad zum UNESCO-Welterbe erklärt wurde, ist nur wenige Fahrminuten von der Stadt entfernt. Inmitten der tropischen Landschaft sind nach wie vor die Zuckerrohrplantagen und einige Ruinen der Zuckermühlen zu sehen. Nach 15 km erreichen wir den kleinen Ort Manaca Iznaga, in dem der (durch Sklavenhandel) einst reichste Mann Kubas, Pedro Iznaga, 1805 einen 43,5 m hohen Turm zur Überwachung seiner auf den Zuckerrohrfeldern arbeitenden Sklaven errichten ließ. Der Turm, mit seinen 136 Stufen, bietet bis heute eine grandiose Aussicht über die Landschaft bis nach Trinidad.

Sancti Spíritus: 1514 durch die Spanier gegründet, durch den Zuckerrohranbau mit afrikanischen Sklaven zu Wohl­stand gelangt, ist die Stadt heute mit rd. 140.000 Einwohnern Hauptstadt der gleichnamigen Provinz im Zentrum Kubas. Mit zwei zentralen Plätzen, der Iglesia del Espiritu Sancto, die heute Sitz einer Universität ist, hübsch restaurierten Kolonialbauten in der Fußgängerzone, gehört sie zu den ersten 7 Siedlungen auf Kuba.

8. Tag: Camagüey im Zentrum der Insel

Fahrt über Ciego de Ávila (Zwischenstopp mit Besuch der Galería Pauyet, wo Sie den Kunsthandwerkern bei der Arbeit zusehen können) nach Camagüey. Über Florida erreichen wir mittags Camagüey, die Stadt der Tinajones (Tonkrüge) und Geburtsstadt von Nicolás Guillén (1902-1989; Dichter und Schriftsteller, der die afrokubanische Tradition Kubas in die Literatur brachte). Nach einer Gelegenheit zur Mittagspause unternehmen wir einen Rund­gang durch die recht ruhige und beschauliche Altstadt UNESCO-Welterbe) mit ihren Kirchen, die Plaza San Juan de Dios, Plaza del Carmen mit modernen Bronzeskulpturen und alter Klosterkirche, zahlreichen Tonkrügen, für die die Stadt bekannt ist ... In Camagüey gehen wir es besonders gemütlich an, sodass Sie auch viel Zeit für eigene Erkundungen haben werden. Besonders am Abend lädt die Plaza Agramonte zu einem Spaziergang ein.

Ciego de Ávila: 1840 gegründet hat die Stadt heute rund 140.000 Einwohner und ist ein Zentrum der Holz- und Lebensmittelverarbeitung.

Camagüey: Mit rund 325.000 Einwohnern die viertgrößte Stadt des Landes. 1514 ursprünglich an der Küste gegründet, wurde die Stadt wegen häufiger Piratenüberfälle ins Landesinnere verlegt. Den heutigen Namen erhielt sie 1923 nach einem indianischen Häuptling. Die bauchigen Tonkrüge, die noch heute neben vielen Hauseingängen und in Innenhöfen stehen, dienten zum Sammeln von Regenwasser in der trockenen Region. Die Altstadt, zweitgrößte nach der von Havanna, wurde 2008 zum UNESCO-Welterbe ernannt.

Übernachtungen: 1 x Hotel ***Royalton in Bayamo, 1 x Hotel ****Casagranda in Santiago de
Cuba, 2 x Hotel ***Porto Santo in Baracoa / oder vergleichbar

9. Tag: von Camagüey über Mazanillo und Niquero nach Bayamo

Heute und morgen gilt: der frühe Vogel fängt den Wurm - Abfahrt jeweils um 07:00 Uhr. Nach ca. 3 Stunden Fahrt erreichen wir das Zentrum von Mazanillo an der Karibikküste im Westen und am Fuße der Sierra Maestra im Osten, wo wir nach einer Pause einen kleinen Stadtrundgang unternehmen. Auf der Fahrt zur kleinen Stadt Niquero im Süden am Golf von Guacanayabo Zwischenstopp zum Besuch des Museums La Demajagua. Am Nachmittag er­reichen wir Bayamo, Ausgangspunkt für den Ausflug in die Sierra Maestra am morgigen Tag. Abendessen nach einer Stadtrundfahrt und Übernachtung in Bayamo.

Mazanillo: 1784 gegründet, basiert die Wirtschaft der Stadt mit rund 100.000 Einwohnern in erster Linie auf Landwirtschaft (Kaffee, Zuckerrohr, Reis, Tabak, Honig und Rinderhaltung) sowie auf Sägewerken, Leder- und Fischverarbeitung, Zink- und Kupferlagerstätten.

Niquero: 1825 gegründet, 42.000 Einwohner. Am 2. Dezember 1956 landete hier die Yacht Granma mit 82 Rebellen unter Fidel Castro. Der damit begonnene Guierillakampf führte nach 2 Jahren zum Sieg der Rebellenarmee.

Bayamo: Mit 240.000 Einwohner Hauptstadt der Provinz Granma und mit über 500 Jahren (gegründet 1513) die zweit­älteste Siedlung, die durch die spanischen Conquistadoren auf Kuba entstand. 1869 wurde sie durch die Rebellen im Unabhängigkeitskrieg gegen Spanien niedergebrannt.

10. Tag: Sierra Maestra und Santiago de Cuba

Frühe Abfahrt in Richtung Bartolomé Masó zum Turquino Nationalpark in der Sierra Maetra. Kleine Wanderung (mittlerer Schwierigkeitsgrad) in der Gebirgsregion. In der Sierra Maestra sind verschiedene tropische Wälder, vom Tiefland-Regenwald (kubanischer Feuchtwald) bis zu den tropischen Kiefernwäldern in der Höhenregion anzutreffen. Nicht weit vom 1.974 m hohen Pico Turquino (höchster Berg Kubas) befindet sich die Comandancia General de la Plata, das bescheidene Hauptquartier der Revolutionäre um Fidel Castro um 1957 (Anfahrt der ersten Kilometer mit Allradfahrzeug). Nachmittags Weiterfahrt nach Santiago der Cuba und abendliche Panorama-Stadtrundfahrt mit der Festung San Pedro de la Roca (Castillo del Morro), seit 1997 UNESCO-Welterbe. Von dort genießen Sie den Sonnenuntergang, bevor es zum Hotel sowie zum Abendessen geht.

Santiago de Cuba: Mit 510.000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt auf Kuba. 1515 gegründet und bis 1607 Hauptstadt von Kuba sowie wichtigster Stützpunkt der spanischen Flotte in der Karibik. Der Parque Céspedes in der Mitte der Stadt geht auf das 16. Jh. zurück. An seiner Südseite erhebt sich die 1818 fertig gestellte Kathedrale, ihr gegenüber das seit 1516 nachweisbare Rathaus. Die als Exerzierplatz angelegte Plaza de Marte bildet den Eingang zu den Altstadtgassen. Im Colegio de Dolores an der Plaza de Dolores gingen Fidel und Raul Castro zur Schule. Die Moncada-Kaserne aus dem 19. Jh., Neubau im Stil des Art déco, war 1953 Schauplatz des Beginns der Revolution (gescheiterter Angriff unter Fidel Castro). Der Friedhof Santa Ifigenia mit dem Grab des Nationalhelden José Marti (Unabhängigkeitskampf gegen Spanien), dem Grab des ersten kubanischen Präsidenten Carlos Manuel de Céspedes und später auch Fidel Castro wurde zum Nationaldenkmal erklärt. 10 km südwestlich erhebt sich die Festung Castillo del Morro, die als besterhaltenes Beispiel der spanisch-amerikanischen Militärarchitektur in die Liste der UNESCO-Welterbe aufgenommen wurde. Als wirtschaftliches Zentrum im Osten Kubas beheimatet Santiago neben einer Raffinerie, Zementfabrik und Zuckerfabriken auch eine Rumfabrik (ehemals Bacardi) und die Brauerei Hatuey.

11. Tag: Santiago de Cuba bis Baracoa

Nach dem Frühstück starten wir einen Stadtbummel zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten von Santiago de Cuba mit anschließender Fahrt zur Moncada-Kaserne. Auf der Weiterfahrt erreichen wir Guantanamo (kleiner Stadtrund­gang). Die kurvenreiche Fahrt durch die Sierra del Purial über die erst 1965 erbaute Passstaße La Farola eröffnet zahlreiche Einblicke in die schwer zugängliche Natur der Region und führt uns schließlich nach Baracoa an der Bahia del Miel / Atlantik. Abendessen und Unterkunft (2 Übernachtungen) in Baracoa.

Baracoa: Landung von Christoph Kolumbus am 27.11.1492 und Stadtgründung durch Diego Veláquez 1511 als älteste Stadt Kubas mit heute 82.000 Einwohnern. Erste Hauptstadt von Kuba, ein Status, der wegen der abgeschiedenen Lage bereits 1515 an Santiago de Cuba überging. Die Altstadt weist eine Mischung aus klassizistischen Gebäuden mit starken französischen Einflüssen auf. Der schmale Küstenstreifen wird von Gebirgsketten der Sierra del Purial mit grünen Regen­wäldern umrahmt. Die Festungsanlagen (Castillo de Seboruco, Fortaleza la Matachine, Fuerte de la Punta) beherrschen bis heute das Stadtbild. Schon von weitem dominiert der 575 m hohe Tafelberg El Yunque (Kalkgestein) die Umgebung.

12. Tag: Baracoa und Humboldt-Nationalpark

Eine naturkundliche Wanderung (ca. 3 Stunden, leicht) im Alexander-von-Humboldt-Nationalpark führt uns in einen der bedeutendsten Naturschutzgebiete der Welt (UNESCO-Welterbe). Die landschaftliche Diversität und Vielzahl an endemischen Arten in Flora und Fauna ist einmalig und fasziniert den Besucher. Nach der Mittagspause erholen wir uns bei einem Stadtrundgang in Baracoa und genießen einen Spaziergang (individuell) am Meer bis zum gemein­samen Abendessen.

Parque Nacional Alejandro de Humboldt: Naturschutzgebiet im Biosphärenreservat Cuchillas del Toa, welches welt­weit die höchste Konzentration endemischer Arten (mehr als auf den Galapágos-Inseln) aufweist. Das einzigartige Öko­system besitzt große Flächen tropischen Regenwalds (inkl. montane Regenwälder) mit geschätzten 1200 Tierarten und über 1000 Pflanzenarten (davon jeweils 70-80% endemisch). Humboldt besuchte die Region 1800 und 1801, seit 2001 wurden 706,8 km² als Schutzgebiet ausgewiesen. Der Gebirgszug besteht überwiegend aus vulkanischen Gesteinen, Tiefengesteinen (z.B. Gabbro) und metamorphen Gesteinen (z.B. Serpentit) der späten Kreidezeit, die ab ca. 40 Millionen Jahren vor heute gehoben wurden. Die Erhebungen des Parks weisen treppenartige Verflachungen in verschiedenen Höhen von 200 bis 1100 m auf, was auf verschiedene Hebungsphasen mit Verwitterung (Rumpfflächenbildung) in Phasen mit geringer Hebung schließen lässt. Die höchste Erhebung, der Pico El Toldo, überragt mit 1175 m inselbergartig das gesamte Gebirge. Die Hänge zwischen den einzelnen Verflachungen sind mit 18-35° Hangneigung relativ steil (Rumpf­stufen, Rumpftreppe). Mit rund 81% dominieren im Nationalpark die Ferralsole / Laterit (rote, eisenreiche Böden). Diese entstehen nur durch lang anhaltende chemische Verwitterung unter feucht-tropischem Klima. Dabei werden alle Minerale der ursprünglichen Gesteine vollständig aufgelöst (bis auf Reste des sehr verwitterungsstabilen Quarzes) und Eisen sowie Aluminium relativ angereichert. Als neues Mineral wird v.a. Kaolinit (ein nicht quellfähiges Tonmineral) gebildet, welches in den entstandenen Böden dominiert (bis weit über 40% Anteil an den Böden). Aus dem Eisen entstehen v.a. die neu gebildeten Minerale Goethit und Hämatit, aus dem Aluminium Gibbsit, Böhmit und Diaspor. Bei sehr hohem Anteil neu gebildeter Aluminiumminerale wird der Laterit auch Bauxit genannt, die Entstehungsprozesse sind jedoch die gleichen. Ferralsole (einschließlich Laterit und Bauxit) entstehen vorzugsweise im Zusammenhang mit der Rumpfflächenbildung und überziehen auch die Hänge zwischen einzelnen, unterschiedlich alten Rumpfflächen.

Übernachtungen: 1 x in Privathäusern in Guardalavaca, 1 x Rückflug

13. Tag: Baracoa bis Guardalavaca

Fahrt über Moa und Holguin nach Guardalavaca. Dort am Nachmittag Gelegenheit zum Entspannen am Strand. Damit auch der Abend nach eigenem Geschmack gestaltet werden kann, ist das Abendessen heute individuell. Natürlich können sich alle auf Wunsch zu einem gemeinsamen Abendessen verabreden (Unterkunft in verschiedenen Privathäusern), wobei Frau Kerlein gerne organisatorisch helfen wird.

Moa: Industriestadt mit 64.000 Einwohnern. Der dortige Nickelabbau hat die Natur in dieser Region mit Halden und Spülkippen stark beeinträchtigt (Vorsicht: Fotografieren nicht erlaubt! Industriespionage ist in Kuba kein Kavaliersdelikt).

Holguín: Großstadt mit ca. 350.000 Einwohnern und internationalem Flughafen. 1545 gegründet ist die Stadt heute Sitz eines römisch-katholischen Bischofs (Kathedrale von 1720).

14.-15. Tag: Rückreise

14. Tag: Vormittag zur freien Verfügung für eigene Erkundungen am Strand. Am Nachmittag Transfer zum Flug­hafen Holguin. 19:10 Uhr* Abflug mit Condor (Direktflug) nach Frankfurt.

15. Tag: Ankunft in Frankfurt um 11:05 Uhr*.

* die Flugzeiten können sich in Abhängigkeit vom Flugplan noch verändern

Sie können sich das Reiseprogramm auch als (druckbare) PDF-Datei herunterladen:

Detailliertes Reiseprogramm