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Aserbaidschan und Gilan – der Nordwesten Irans

durch das historische Aserbaidschan um die alte Hauptstadt Tabriz, dessen Nachbarprovinzen Hamadan und Kordestan, sowie die grüne Provinz Gilan am Kaspischen Meer

Allgemeines

die mächtige Kuppel von Soltaniyeh während einem Staubsturm
die mächtige Kuppel von Soltaniyeh während einem Staubsturm
Masuleh: Mädchen mit traditioneller Kleidung der Region
Masuleh: Mädchen mit traditioneller Kleidung der Region
Vulkanische Gesteine im Hochland von Aserbaidschan
Vulkanische Gesteine im Hochland von Aserbaidschan
Tabriz:  einer der zahlreichen Innenhöfe des Bazars
Tabriz: einer der zahlreichen Innenhöfe des Bazars
Orumiyeh See: einer der größten Salzseen der Erde
Orumiyeh See: einer der größten Salzseen der Erde
Viehherde im Hochland von Aserbaidschan
Viehherde im Hochland von Aserbaidschan

12 Tage Exkursion durch das historische Aserbaidschan

Aserbaidschan: Schon in der Antike war die Region Teil des persischen Reiches unter den Achämeniden und Sasaniden. Ab dem 9. Jh. wanderten die Turkvölker ein, von denen die Mehrheit der heutigen Azeris abstammt. Nach den arabischen und mongolischen Eroberungen wurde Aserbaidschan Ausgangspunkt des Safawidenreichs (1501 Krönung Ismail I zum Schah des neupersischen Reichs). Erst wegen der osmanischen Angriffe wurde die Hauptstadt zunächst nach Qazvin, dann nach Isfahan (1598) verlegt. Nach osmanischen Eroberungen konnte Persien Aserbaidschan zwar wieder zurückgewinnen, nach zwei russisch-persischen Kriegen brachte jedoch Russland den Norden Aserbaidschans unter seine Herrschaft. Erst hierdurch wurde 1828 Aserbaidschan geteilt. Die Mehrheit der Azeri lebt aber immer noch auf iranischer Seite, wo sie heute, mit rund 20 % an der Gesamtbevölkerung, die zweitgrößte Volksgruppe Irans darstellt. Während Iran, gerade im internationalen Vergleich, als sicheres Reiseland gilt, steht die seit 1991 unabhängige Republik Aserbaidschan bis heute im Konflikt mit Armenien (innere Unruhen; rund ein Fünftel des Landes werden von Freischärlern aus der Enklave Nagornji-Karabach kontrolliert). Auf iranischer Seite hingegen warten auf den Besucher nicht nur imposante aserbaidschanische Kulturgüter, sondern auch eine faszinierende Landschaft die ihresgleichen sucht - vom salzreichen Orumiyeh-See, über junge Vulkanlandschaften, bis zum Alborz-Gebirge. Sprichwörtlich ist dabei die Gastfreundschaft in Iran, die uns so manche Tür öffnet. 

Hamadan, Kermanshah und Kordestan: Auch die Region südlich der aserbaidschanischen Provinzen Irans hat kulturell und landschaftlich dem Reisenden einiges zu bieten. Durch den Nordteil des Zagros-Gebirges führt unsere Route über Hamadan nach Kermanshah und Kordestan. Nicht nur erdgeschichtlich (z.B. Höhle von Ali Sadre), sondern auch kulturell führt die Route weit in die Vergangenheit. Hamadan (griech. Ekbatana), vor 2700 Jahren Hauptstadt der Meder, war lange Zeit eine der wichtigsten Städte Irans. Unweit von Kermanshah befinden sich die sasanidischen Grotten von Taq-e Bostan und das rund 2500 Jahre alte Darius-Relief von Bisotum. Über das kurdische Bergland erreichen wir Takt-e Soleyman, einen Feuertempel der Sasaniden aus dem 5.-6. Jh.

Gilan: Größer können Gegensätze kaum sein: Steppen und Wüsten im Süden, üppiges, subtropisches Grün im Norden des Alborz - das Gebirge trennt die Trockenzone des Iranischen Hochlands (Gegenstand unserer Reise durch die Kernlande des alten Persiens, s. dort) von den niederschlagsreichsten Regionen des Landes. Es ist zugleich natürliche Siedlungsgrenze unterschiedlicher Völker. Haben sich die Zentren der iranischen Hochkulturen auf die trockenen Regionen konzentriert, wurde Gilan als feuchtes Sumpfland bis ins 19. Jh. meist gemieden. Erst seit den letzten 100 Jahren entwickelte sich die Provinz am Kaspischen Meer als wichtiges Anbaugebiet von Reis und Tee zu einer dicht besiedelten Region. Dies gilt allerdings nur für das Küstentiefland, das bis 28 m unter dem Niveau der Weltmeere liegt. Die steilen Hänge, des bis über 4000 m empor ragenden Gebirges, sind hingegen von dichten Hochwäldern geprägt, die erst oberhalb der Baumgrenze von alpin wirkenden Matten abgelöst werden.

Auf der gesamten Reiseroute stehen nicht weniger als 5 Objekte der UNESCO-Welterbeliste auf dem Programm: die Reliefs von Bisotum, der Feuertempel Takt-e Soleyman, der auf die Mongolen zurückgehende Kuppelbau von Soltaniyeh (höchste gemauerte Kuppel der Welt), der Bazar von Tabriz und das Mausoleum von Sheikh Safi in Ardabil. Das pittoreske Dorf Masuleh ist Anwärter, demnächst ebenfalls in diese Liste aufgenommen zu werden.

Termin

12 Tage
15.09.-26.09.2018

weitere Termine auf Anfrage

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