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Mit Geographen unterwegs


Programm der Sizilien-Studienreise

4.–8. Tag: Filicudi

Nach der quirligen 750.000 Einwohner zählenden Hauptstadt Siziliens fahren wir am vierten Tag mit dem Schiff auf die Äolen-Insel Filicudi. Dieses bisher vom Massentourismus verschont gebliebene Eiland ist als vollkommener Gegensatz zum städtischen eben erst erlebten Palermo gedacht. Hier wird die Natur das Programm bestimmen.

Die nur 9,5 qkm große erloschene Vulkaninsel mit weniger als 300 Einwohnern gehört zum äolischen Archipel, den sieben Inseln, die in der Antike dem Windgott Äolus zugeschrieben waren. Die Insel bietet Natur pur und eine Ruhe, die wir in unserer hektischen Zeit kaum mehr kennen.

Die Bedeutung der einmaligen Natur Filicudis und der anderen Inseln des Archipels ist durch die Ernennung zum bisher einzigen UNESCO-Weltnaturerbes Italiens eindrücklich dokumentiert.

Untergebracht sind wir in einem kleinen komfortablen Hotel, das sich im typisch äolischen Baustil terrassenförmig hoch über dem kleinen Hafen von Filicudi an den Hang schmiegt (www.lacannahotel.it). Die Aussicht vom Hotel und allen Zimmern ist atemberaubend schön. Der Blick schweift weit über das Meer. Die Inseln Stromboli, Panarea, Salina und Vulcano bilden das Panorama in der Ferne. Die auf lokalem Fisch basierende Küche des kleinen familiengeführten Hotels ist weithin berühmt.

Auf Filicudi steht eine naturkundliche Wanderungen zum verlassenen Dorf Zucco Grande auf dem Programm. Das tiefblaue Meer stets vor Augen geht es auf einem alten Eselspfad an der Flanke eines erloschenen Vulkans durch die typische Inselvegetation. 

Mit etwas Glück treffen wir in Zucco Grande den einzigen Bewohner des verfallenen Dorfes. Giovannni ist der letzte Einwohner, der nicht in die neue Welt ausgewandert ist. Wenn er nicht gerade beim Pilze sammeln ist, die er im kleinen Laden am Hafen verkauft, trinken wir vor dem Rückmarsch einen Espresso in seiner Hütte.

Wenn das Wetter mitmacht, umrunden wir außerdem mit einem Fischerboot die Insel, um den gewaltigen La Canna Felsen und eine blau erstrahlende Lava-Grotte zu erleben. Gerade vom Meer aus lassen sich durch die Arbeit der Küstenerosion mannigfache und großartige Beobachtungen zum geologischen Aufbau der Insel machen. An diesem Tag führt eine weitere kleine Wanderung zu den bronzezeitlichen Ausgrabungen auf dem Capo Graziano, das einer ganzen Epoche mit der "Capo Graziano Kultur" seinen Namen gab.

Der vierte Tag auf Filicudi ist als freier Tag für eigene Unternehmungen (z.B. Fahrt nach Lipari, Baden, Wandern, Ausruhen...) reserviert. Für Wanderbegeisterte bietet der Exkursionsleiter (wetterabhängig) an diesem Tag eine größere Wanderung auf den höchsten Inselberg mit grandiosen Aussichten an.

Nach drei Tagen Aufenthalt verlassen wir frühmorgens die Inseln des Windgottes. Mit dem Tragflügelboot geht es weiter über Salina, Lipari und Vulcano, bis wir Milazzo auf dem sizilianischen Festland erreichen. Dort wartet ein kleiner Bus, der uns auf einer schönen Strecke nach Taormina an der Ostküste bringt. Eine erlebnisreiche Tour mit vielen Eindrücken.

Zur Mittagszeit erreichen wir Taormina, die "Perle Siziliens" mit sehr viel Flair. Am Nachmittag erleben wir dieses mittelalterliche Städtchen und seine antiken Wurzeln auf einem entspannten Stadtrundgang.

Übernachtung: Hotel auf Filicudi

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(Änderungen vorbehalten)

Filicudi
Filicudi: zusammengesetzt aus acht erloschenen Vulkanen
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Blick vom Hotel auf Filicudi
Filicudi: Blick vom Hotel (am Horizont von links nach rechts: Stromboli, Panarea, Salina und Vulcano)
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auf Salina
Inselarchitektur auf Salina
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Schafe auf Filicudi
Abendstimmung am Strand von Filicudi
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Filicudi
Ausblick auf der naturkundlichen Wanderung auf Filicudi
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Kapernpflanze
Kapernpflanze
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